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[2. Band.]
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durch seine Geliebte in Zorn gebracht, erklärt, man müsse denss Angriff gegen den Dictator beschleunigen, und setzt ihn auf2 den 9. Thcrmidor fest. Die Sache wird beschlossen. Manzählt sich, man versichert sich eines Theiles der Tribunen, mani vertheilt die Rollen unter einander. Nachdem die Vordere!»I tungen zu Ende, kommen die Verschworenen bei Barras zu-^ sammen und bringen dort die dem 9. Thermidor vorhergehendes Nacht mit Frauenspersonen in einer schrecklichen^ Orgie zu; auf diese Weise bereiten sie sich vor, die Trium-k virn zu bekämpfen und ihr Leben bis zum letzten Augenblickes zu vertheidigen." Z

Auch Catilina und seine Mitverschworenen, die eigentlichenDemagogen, verbrachten die ihren Thaten vorausgehendenNächte mit Weibern und Waffenübungen. Wie man sieht,wurden die Lehren Sallust's nicht vergessen. Noch mehr, dieHelden Homer's schlagen sich um Frauen; ihre Schüler machenes ebenso. Im modernen wie im antiken Paganismus wirddas Weib, d. h. das Fleisch, das letzte Wort der Religionund der Politik.

Der Tag des 9. Thermidor ist zu bekannt, als daß esnothwendig wäre, die Ereignisse desselben nochmals zu er-zählen. Begnügen wir uns mit einigen Einzelheiten, welchebeweisen, daß die Triumvirn, nachdem sie mit den Heiden er-zogen worden, mit den Heiden gelebt haben, auch als Heidenstarben. Schrecken erfaßt die Verschwörer, als das Rathhausangegriffen wird. Henriot stürzt sich durch ein Fenster aufeine» Düngerhaufen und wird dort festgenommen; Robespierreder Jüngere ahmt Henriot nach; allein es gelingt ihm nur,sich zu verwunden. Robespierre der Aeltere versucht sich zuerschießen und zerschmettert sich die Kinnlade. Lebas bringtsich um's Leben; Samt-Just wird in einem finsteren Schlupf-winkel und Cvuthon in einer Antanche aufgefunden. Es waretwa vier Uhr Nachmittags.

1) Malerische Geschichte des Konvents, B. IV. S. 84.