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Bald nachher kommt ein Mitglied des Revolutionsaus-schusses aus der Section des Berges ganz außer Athem indie Tuilerien und meldet dem Konvente, das Rathhaus sei ge-stürmt und man bringe Robespierre den Aelteren aus einerTragbahre. Man erhebt einen ungeheueren Siegesjubel. „Derfeige Robespierre ist da!" sagt Charlier, welcher den Prä-fldentenstuhl eingenommen hat. „Wollt ihr, daß er eintrete?"„Nein, nein!" rüst man von allen Seiten aus. Thuriot schwingtsich auf die Tribüne und spricht in folgenden Ausdrücken vondem Manne, den man am Tage zuvor noch angebetet hatte:„Der Leichnam eines Tyrannen kann nur die Pest herbei-führen; der Platz, den man ihm und seinen Spießgesellen an-weisen muß, ist der Revolutionsplatz; die beiden Ausschüssemüssen die nothwendigen Maßregeln ergreifen, damit dasSchwert des Gesetzes sie ohne allen Verzug treffe." Der An-trag wird unter Beifallgeschrei zum Beschluß erhoben.
Sofort treten die Mitglieder der beiden Ausschüsse deröffentlichen Wohlfahrt und der allgemeinen Sicherheit, Bar-rdre, Amar, Vouland, Billaud-Varennes und Collot d'Herbois,in einem Saale in der Nähe des Ortes, wo Robespierreröchelt, zusammen. Auf Befehl der Ausschüsse wird Robes-pierre am 10. Thermidor zwischen ein und zwei Uhr Morgensvon einigen Kanonieren und bewaffneten Bürgern auf einerDiele in den öffentlichen Wohlfahrtsausschuß gebracht und aufden Tisch des Audienzsaales vor dem Sitzungslocale des Aus-schusses niedergelegt.
Eine taunene Kiste, welche die Nordarmee eingeschickthatte und die einige Proben von Commisbrod enthielt, wirdihm unter den Kopf geschoben und dient ihm gewissermaßenals Kissen. Fast eine ga^ze Stunde laug verbleibt er in einemgefühllosen Zustande, welcher Umstand zu der Annahme ver-anlaßte, daß er sterben werde. Endlich beginnt er, gegenvier Uhr Morgens, die Augen zu öffnen. Das Blut fließt
1) Monit. ebendas.