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[2. Band.]
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verwundern," fügt sein Biograph bei, „daß er, wie mehrere derRömer, die er so gerne anführte, gestorben ist." ') DieserMann hieß Roland von La Platidre und ihm reichte FräuleinPhilippen die Hand.

Die Revolution bricht aus; Madame Roland und ihrGemahl erblicken in ihr die Verwirklichung ihrer Träume undbegrüßen sie mit Begeisterung. Am 22. Juni 1790 schriebMadame Roland aus Lyon: „Der Himmel hat es nicht ge-wollt, daß ich Zeuge bei einem der großen Schauspiele, derenSchauplatz Paris gewesen ist, und die mich entzückt haben^ würden, sein sollte. Dafür habe ich mich entschädigt, indem ich^ mich allen Gefühlen überließ, die sie in allen gesundeni Herzen entflammen mußten. Gerührt erinnere ich mich desAugenblickes meiner Jugend, da ich mein Herz in der Stille, der Einsamkeit mit dem Studium der altenGeschichtenährte und vor Aerger darüber weinte, daß ichnicht als Spartanerin oder Römerin geboren sei.Jetzt brauche ich die antiken Republiken nicht mehr zu benei-den, eine schönere Sonne bescheint uns."

Ihr ganzer Briefwechsel ist von der heidnischen Idee, dieihre Seele beherrscht, durchdrungen, der Gang der Revolutionflößt ihr Besorgnisse ein; sie ist hinsichtlich der Aufrichtigkeitder republikanischen Gesinnungen nicht ohne manche Befürch-tung. Sie schreibt: „Man findet Cicero's, welche die Re-publik retten würden, um sich dessen zu rühmen, man erblicktj jedoch sehr wenige Cato's, die sie um ihrer selbst willenf retten möchten." Anderswo: „Ich erwarte von Eueren' Sectionen nachdrückliche Verfügungen. Wenn sie meine Er-wartungen täuschen, so werde ich glauben, daß wir nur nochauf den Ruinen von Carthago seufzen dürfen... Wassoll man bei einem solchen Zustande der Dinge thun? Sich

1) Universal-Biographie, Art. Roland.

; 2) Briefwechsel der Mad. Roland und des Bancal des Jssarts, S. 8.

^ 3) Ebendas. S- 89.

Saume, Revolution. IV.

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