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Skizze entworfen hatte." Ihre Freundin antwortet ihr, essei ihrer würdiger, den Tod zu erwarten, als sich selbstzu entleiben; sie müsse diese Frevelthat ihren Richtern über-lassen.
Madame Roland fügt sich dem Rathe ihrer Freundin,nicht ohne mit Kaltblütigkeit über die Berechtigung des Selbst-mordes gestritten und diese Frage bejahend entschieden zu haben.„Ist das Leben ein Gut, welches uns gehört? Ich spreche michbejahend aus. So lange wir eine Laufbahn vor uns haben,aus der wir das Gute ausüben und ein großes Beispiel gebenkönnen, ist es nicht erlaubt, dasselbe zu verlassen. Setzt aberdas Mißgeschick demselben ein Ziel, so ist es erlaubt, ihmzuvorzukommen."
Endlich naht die Stunde der Hinrichtung. Nachdem siej wie die großen Männer des Plutarch denken gelernt, wie siei gesprochen und gehandelt hat, bleibt sie ihnen auch im Tode! ähnlich. In ihrer Schrift: Meine letzten Gedanken,sagt sie: „Sein oder nicht Sein, das ist die Frage.Sie wird bald für mich gelöst sein.... Gottheit, höchstesWesen, Seele der Welt, Princip alles Großen, Guten undGlücklichen, das ich empfinde, du, an dessen Dasein ich glaube,ich werde mich mit deinem Wesen vereinigen.
„Lebe wohl, Sonne, deren glänzende Strahlen meinerSeele Heiterkeit verliehen, wie sie dieselbe an den Himmel; erinnerten. Lebt wohl, einsame Gefilde, deren Anblick michf so oft bewegte! Lebt wohl, friedliche Gemächer, in denen ichj meinen Geist mit der Wahrheit genährt habe."
; Nach dieser Seelenweihe besteigt die Schülerin des
! Plutarch den verhängnißvollen Karren. Auf dem Revolutions-platz angelangt, verbeugt sie sich vor der colossalen Statue^ der Freiheit und spricht die letzten Worte: „O Freiheit,
j wie viele Verbrechen werden in deinem Namen verübt!"
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j 1) Lairtullier, Berühmte Frauen u. s. w., B. I- S. 353.
s A Ebendas. B. II. S. 185. — 3) Ebendas. ebendas.