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Seele, die Plutarch selbst seiner Griffel nicht für unwürdiggehalten hätte, steht nirgends unter den Ereignissen, die sieerzählt. Sie weiß mit den Annehmlichkeiten einer Französindie republikanischen Ideen einer Frau aus Lacedämonoder Athen zu verbinden." ')
„Wenn ein Mädchen an dem Tiber oder dem Eurotas,durch die Erziehung gebildet, durch die Sitten befestigt, durchdas Beispiel ermuntert, sich zu den höchsten Tugenden ihresLandes erhoben hat, so wird die Nachwelt an die Möglichkeiteines Heldensinnes, den sie aus solchen Elementen hervorgehensieht, glauben; unwahrscheinlich aber ist es, daß eine Frau,die stets nur bürgerliche Gewohnheiten, servile Vorur-theile, kindische, abergläubische Ansichten vor Augen hatte,wann die Stunde kommt, bereit und auf ihrem Posten gefun-den wird." 2) — „Die Wunder der Standhaftigkeit der Ma-dame Roland und der Heldenmuth ihres Todes konnten michnicht überraschen. Alles stand bei dieser berühmten Frau imvollständigsten Einklang. Sie war nicht nur der stärkste, son-dern auch der wahrste Charakter unserer Revolution."
„Dies ist die schöne und edle Freiheit, die sie will, dieauf antike Weise drapirte Freiheit,^) die eleganteEleutheria der Griechen mit ihren beiden reizenden Ge-spielinnen Adeona und Abeona, welche kommen und gehen;die großartige Freiheit des Tiberius, auf dem Aventinusmitten unter Marmorsäulen errichtet."
Gegenüber einer solchen Verirrung verstummt die Spracheund entsinkt die Feder unseren Händen.
1) Notiz u. s. w., S. 22, 23, 24. — 2) Lairtullier, S. 365.
3) Und das Meisterwerk des Plutarch kann man beifügen. —Lemontey. Bgl. Michelet, Frauen der Revolution, S. 171.
4) Sie war schön und gut drapirt, die antike Freiheit I
5) Lemontey. Vgl. Michelet, Frauen der Nevol. S. 351.