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Dreiundzwanzigstes Kapitel.
Charlotte Corday.
Analyse der Werke über ihr Leben — Ihre Geburt — IhreVerhaftung — Ihr Tod — Ihre Erziehung — Lobpreisungen,die ihr gespendet wurden.
Neben Madame Roland und auf einem nicht minderhohen Standpunkte erscheint Charlotte Corday. Beginnenwir zunächst mit der Analyse zweier eigens über dieses be-rühmte Mädchen erschienenen Werke, denen auch wir großentheilsdas Material für unsere Abhandlung entliehen haben. DieseSkizze soll den Rahmen des Bildes und die Einleitung indie Geschichte bilden. Dieselbe zeigt einerseits den herrschen-den Geschmack der gebildeteren Geister und den Charakterder Literatur in der Revolutionszeit; andererseits macht siedie Einflüsse, welche den Arm der d'Armont bewaffneten,deutlich.
Das erste Werk ist betitelt: „Charlotte Corday, inParis enthauptet, oder Denkschrift zu der Lebens-geschichte dieser berühmten Frau von Couet-Gironville,Paris im Jahre IV." ') Der Verfasser, von dem man glaubenkönnte, er sei vor zweitausend Jahren in Rom oder Spartageboren, sieht und kennt nur das klassische Alterthum. Ob-gleich Christ und Verfasser der Lebensgeschichte einer Christin,nimmt er den skeptischen Ausspruch des Tacitus zum Motto:81 cjuis piorum wanldus loens, si, ut saxiontibus plackt,iwn cum corpore extinAnuiitur maZnas anlmac, xlaeickcgwissess. „Wenn es eine Stätte für die Manen der Guten
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