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[2. Band.]
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des A g am ein ii o n entriß, um sich für die Rettung des Vater-landes zu opfern. Epicharis könnte unter den Händen derHenker bei den Vorbereitungen für seine Hinrichtung keinegrößere Würde an den Tag legen... Die Geschichte wirdhinsichtlich des Ruhmes der Corday nicht abweichen. Zu allenZeiten wird sie eine ehrenvolle Stelle in den Schriften derfranzösischen Plutarch einnehmen. Ja, edles Mädchen,dein Name wird im Tempel der Unsterblichkeit einge-graben, deine Gebeine mit jenen der Tyrannen MörderGriechenlands und Italiens vereinigt werden."')

Dies ist der allgemeine Ton der Denkschrift und mankann behaupten, daß der Verfasser, getreu seinen Collegstudien,eine Arbeit im besten Geschmacke zu liefern geglaubt hat. Jeden-falls ist es nicht zweifelhaft, daß er bei der Berufung auf diegroßen klassischen Erinnerungen nicht die Absicht hatte, in denAugen seiner Zeitgenossen den Charakter und die That seinerHeldin übermäßig zu erhöhen. Man darf ihm daraus kaumeinen Vorwurf machen. Einerseits erblickte man damals, Dankder Erziehung, eigentliche Größe nur bei den Griechen undRömern; andererseits war Charlotte Corday in Wirklichkeitnur eine antike Republikanerin; Gefühle, Sprache, Verhalten,Alles in ihr athmet, wie wir sehen werden, nicht die Christin,sondern die Römerin oder die Spartanerin; Alles beweist diefleißige Lectüre nicht des Lebens der Heiligen, sondern derLebensbeschreibungen des Plutarch und der Geschichten desTacitus!

Das zweite Werk führt den Titel: Charlotte Cor-day, historischer Versuch über die Person und dasAttentat dieser Heldin von Louis du Blois, Paris1838. 2 ) Reicher an Thatsachen als das vorhergehende istdiese Denkschrift in der Form zwar weniger klassisch, allein

1) Monit. S. 4 ff.

2) ONarlotts äs Loräa^, essai Uistoriizue sur Is personns st t'stten-MI äs cette Uerome, xar N. I,ouis äu Llois, ksrls, 1838.