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Abtei gebracht. Am 16. erscheint sie vor dem Revolutions-tribunal; dieses verurtheilt sie zum Tode und läßt sie sofortam nächsten Tage den 17. gegen 7 Uhr Abends hinrichten.In der Zeit zwischen ihrer Verhaftung und ihrer Hinrichtungschreibt Charlotte Corday zwei Briefe, von denen wir nochsprechen werden, den einen an ihren Vater, den andern anden Girondisten Barbaroux.
Auf die Frage des Verhörrichters, 0 weßhalb sie Maratermordet habe, antwortete sie: „Ich habe einen Menschen um-gebracht, um Hunderttausende zu retten. Längst vor derRevolution schon war ich Republikanerin und an Energiehat mir's nie gefehlt.
„Was verstehen Sie unter Energie?"
„Die Thatkraft Jener, welche das Sonderinteresse beiSeite setzen und sich für ihr Vaterland aufopfern."
„Wer sind die Personen, mit denen Sie in Casn ver-kehrten?"
„Es sind deren nur sehr wenige, ich kenne Larue, Mu-nicipalbeamten, und den Pfarrer von St. Johann."
„Wie heißt dieser Pfarrer?"
„Duvivier."
„Haben Sie bei einem beeidigten oder einem »»beeidigtenPriester in Caön gebeichtet?"
„Bei Keinem von Beiden."
Ihr Anwalt, Chauveau-Layarde, weiß mildernde Um-stände nur insofern geltend zu machen, als er ihre erhabeneRuhe und Selbstverläugnung hervorhebt und das Attentat,welches sie verübt hat, ihrem republikanischen Fanatis-mus zuschreibt. „Sie haben mich auf zarte und edle Weisevertheidigt," spricht die Angeklagte zu ihm, „dies war auchdas Einzige, was mir genehm sein konnte."
Nach ihrem Todesurtheil in's Gefängniß zurückgebracht,meldet sich ein Beichtvater bei ihr. Corday sagt zu ihm:
1) Montane.