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[2. Band.]
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„Danken Sie den Personen, die Sie hierher gesendet, für dieAufmerksamkeit, die sie mir zu Theil werden lassen; alleinich bedarf Ihres Dienstes nicht." ')

Am folgenden Tage, den 17. Juli Abends, durcheilteCharlotte allein aus dem verhängnißvollen Karren sitzend, dieStraßen von Paris; bis zu ihrem Tode bewahrte sie ihrerepublikanische Kaltblütigkeit.

In dem Abschiedsbriefe, den sie an ihren Vater schrieb,äußert sie sich also: „Ich bitte, vergessen Sie mich und freuenSie Sich vielmehr über mein Schicksal. VergessenSie den Vers des Corneille nicht: Verbrechen nur machtSchande, nicht aber das Schaffot."^)

Am Tage vor ihrem Tode schreibt sie an Barbaroux:„Man ist nicht besonders zufrieden, den Manen eines großenMannes nur eine unbedeutende Frau opfern zu können....Ich habe das Geschrei mancher Weiber erduldet; allein wersein Vaterland rettet, fragt nicht nach der Größedes Opfers. Ich fühle mich ruhig; das Glück meinesVaterlandes ist auch das meinige. Die mich be-dauern, werden sich freuen, wenn sie mich in den elysäischenGefilden bei Brutus und mehreren Alten erblicken; dennfür die Modernen hege ich kein Verlangen, sie sind zu ge-mein !"

Welche Sprache und welches Benehmen!

Da sehen wir ein adeliges junges Mädchen, die im Wider-sprüche mit den Ueberlieferungen und Beispielen ihrer FamilieRepublikanerin und zwar nach Art der Römerinnen oderder Spartanerinnen ist und schon längst vor der Revolution,

1) Monit. ebendas.

2) I^e erime lait lü Ironie, et non pss I'eclrLlLuck.

3) Hr. Thiers findet in seiner „Geschichte der Revolution" diesesSchreiben „entzückend, voll Schönheit, Geist und Er-hübe n h e i t".

Gaume, Revolution. IV.

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