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Sprache, Erziehung, inneres und äußeres Leben — Alles ent-lehnt sie dem Alterthume.
Dies ist eine erste Thatsache.
Folgendes eine zweite: Alle Revolutionsmänner sageneinmüthig, sie hätten ihre Bewunderung für das Alterthumder Erziehung zu verdanken, die sie im Colleg genossen; siehätten sich, da sie in ihrem Lande eine religiöse und gesell-schaftliche Ordnung fanden, die von jener, die sie in ihrerJugend zu bewundern gelernt hätten, himmelweit verschiedengewesen, sich für berechtigt und verpflichtet gehalten, dieselbezu stürzen, um ihr den griechischen und römischen Typus zusubstitniren. Selbst die Revolution wiederholt, wenn sie vonihrer Geburt bis zu ihrem Tode in ihren Reden und Thatengewissenhaft befragt wird, unablässig und immer: Ich binGriechin, ich bin Römerin.
Diese, wie das Sonnenlicht, unleugbaren Thatsachen führenzu zwei Schlußfolgerungen:
l. Da die Revolution an und für sich eine unbemcßbareTiefe hat, so wäre es lächerlich, sich hinsichtlich der Mittelfür ihre Bekämpfung zu täuschen.
Das Zeitalter der Revolutionen läßt sich nicht mit con-stitutionellen Verfassungen zum Abschlüsse bringen.Diese Verfassungen sind selbst revolutionäre Machwerke. InFrankreich schmieden wir Konstitutionen und Charten von 1789bis 1852 und der klaffende Schlund der Revolution ist durchdiese papiernen Stöpsel nicht geschlossen worden.
Auch durch die Gewalt läßt sich das Zeitalter der Re-volutionen nicht schließen: Die Gewalt kann wohl für denAugenblick die Revolutionen von der Straße verjagen, alleinsie vermag es nicht zu verhindern, daß sie in den Gemütherngähre.
Eine Macht gibt es, aber nur Eine, welche dem Zeitalterder Revolution ein Ende zu bereiten vermag — der Katho-licismus.