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[2. Band.]
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drei Städte, welche dem Geiste der Revolution hätten ent-rinnen müssen, so wären dies unstreitig Rom, Turin undFreiburg. Dort herrschte mehr als anderswo und tiefer wur-zelnd das gläubige Leben, entschiedener und weiter verbreitetder religiöse Geist; dort gab es kein Universitätsmonopol,dort war vielmehr das Monopol der klassischen Erziehung seitvierzig Jahren in den Händen achtbarer Priester und verehrterOrdcusleute. Was sind gegenwärtig diese vorzugsweise katho-lischen drei Städte? Wo ist der öffentliche Sinn derselben,ihr religiöser Sinn, ihr Sinn für Ordnung und Unterwürfig-keit? Welchen Rang behaupten in der Achtung und Liebeder schriftgelehrten Generationen die schwarzröckigen Lehrer?Lasset euch die Lebensbeschreibung ihrer Demagogen geben;aus ihr könnt ihr erfahren, aus welchen Erziehungsanstaltenalle die Männer, welche ihr Land umstürzen und ganz Europain Schrecken setzen, hervorgegangen sind.

Uebrigens ist das Schlaglicht, welches die Thatsachen seiteinigen Jahren auf dieses schreckenerregende Geheimniß werfen,ein so Helles, daß die uneigennützigen und vorurtheilsfreienMänner aller Parteien und Länder von demselben getroffenwerden.

Nach dem merkwürdigen Zeugnisse Ruffini's (LorenzoBenoni), welches wir nach dem „Journal des Dobats" inunserem ersten Theile anführten, sagt dieses Blatt wei-ter: „Lorenzo hat Recht, wenn er seine ersten Lehrer selbstfür die Vergehen, die er bei seinem Eintritte in's Leben ver-üben konnte, verantwortlich macht. Wohin kann eine solcheErziehung auch führen? Man exaltirt die Geister, die leiderschon zu viele Lebhaftigkeit haben; man thut aber Nichts, umdie Menschen aus das wirkliche Leben vorzubereiten. Aufdiese Weise senden jene wackeren Ordensleute Träumerund Verschwörer in die Wett.

„Am Lebhaftesten erinnert sich Lorenzo an eine Verschwö-rung, deren Brutus er ist, und welche einen fünfzehnjährigenCäsar, einen gefährlichen Tyrannen trifft, der das Frühstück