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„Man hat in den Schrecknissen der ersten Re-publik den getreuen Abglanz der verkehrten Lehren,mit denen man den Geist der jungen Leute ohneUnterlaß nährte, gefunden. Weisen nicht die römischenNamen und Kleidungsstücke, die man damals in Frankreich zumodernistren suchte, auf die Resultate der dieser Generationertheilten geistigen Nahrung? Seitdem mußte man auch be-greifen lernen, daß der Unglaube und die allgemeine religiöseGleichgültigkeit größtentheils eine natürliche Folge einer klassi-schen Erziehung waren, welche vor dem zarten und empfäng-lichen Geiste der Jugend die Reize von tausend unsittlichenGemälden ohne Unterlaß entrollte, die Herabwürdigung dermenschlichen Natur in den Leidenschaften eines Jupiter, einesApollo, einer Venus, eines Merkur pries, pcrsonificirte undvergötterte, selbstgefällig tausend Abenteuer voll von denSchlechtigkeiten einer lasciven Mythologie berichtete, dies Allesnoch ehe der Verstand reif genug war, um die ersten Begriffedes Gottes des Christenthums und der Wiedererneuerung, dieseine Gnade für den sündigen Menschen vorbereitet hatte, zuerfassen, ehe das Herz und der Wille hinlänglich gebildetwaren, um die erhabene und heilige Moral dieser Religion zulieben und zu befolgen." ')
Mit diesen Zeugnissen wollen wir die vertrauten Mit-theilungen verbinden, die uns ein ehrwürdiger Ordensmann,hervorragendes Mitglied eines berühmten Ordens, vor etwadrei Jahren in Rom machte. Dieser Mann sagte uns:
„Nachdem ich von dem Werke, in welchem Sie die wich-tige Frage der Klassiker aufgeworfen haben, Einsicht genommenhatte, habe ich eine Selbstprüfung, eine Gewissensersorschungangestellt; ich habe es ganz laut, in Gegenwart unserer Vätergethan. Ich habe ihnen gesagt: Mein Vater war ein from-mer Mann; ich bin unter seiner Aufsicht bis zu meinem zehn-ten Jahre erzogen worden. Alsdann kam ich in das Colleg
1) Aftonblad, Oktober 1855.