Band 
[2. Band.]
Seite
27
JPEG-Download
 

27

den Tribut ihrer kindlichen Liebe zu entrichten. Am 1. August1791 sagt sie durch das Organ des Herrn v. Landine: „DieVerfasser der Erklärungen der natürlichen Rechte habenklar und deutlich bewiesen, daß der Mensch von Natur freiist .... Ich bekenne mich freudig zu denselben Grundsätzen.Locke, Cumberland, Hnme, Rousseau und mehrereAndere haben dieselben ausführlich entwickelt;ihre Werke haben die ersten Keime dieser Grund-sätze auch bei uns gelegt/")

Ferner: Unsere Väter hatten, als sie kaum aus denWäldern hervorgetreten waren, nur den gesundenSinn der Natur . . . und diese Philosophen, die unszuerst die Bahn des Glückes und der Freiheit ge-lehrt, diese von sämmtlichen Tyrannen laut verschrieenenPhilosophen, müssen sie nicht endlich die Belohnung für ihrenEifer empfangen, wenn sie sehen, wie wir von ihren KenntnissenGebrauch machen?"

Anderswo ruft sie aus: „Hätten nicht Montesquieu,Rousseau, Mably und Voltaire ihre Ansichten über den elendenZustand, in welchen die armselige menschliche Gattung versetztwar, offen ausgesprochen und hätten sie nicht die edle Ent-schlossenheit gehabt, ihre Gedanken unter Gefahr für ihre eigenePerson zu veröffentlichen, so hätte das Volk von seinenRechten niemals eine Ahnung gehabt, niemalseinen Aufstand unternommen. Seid erkenntlich gegenDie von unseren Zeitgenossen, welche dieses von unseren Vor-fahren entzündete heilige Feuer muthig unterhalten. Ein gutesBuch ist ein Hebel, fähig, die ganze Welt in Bewegung zusetzen." 3)

Stets von der Dankbarkeit geleitet, sagt sie weiter: „DieEinnahme der Bastille ist das erste der Ereignisse, welche zu

1) Monit. ebendas.

2) Ders. Rede Chabroud's, 30. März 1791.

3) Prudhomme, Pariser Revolutionen, Nr. 107—116. S. 269.