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[2. Band.]
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I Revolution hat sich offen und unverhohlen als die Tochter

^ Voltaire's und Rousseau's oder vielmehr der Philosophie des

achtzehnten Jahrhunderts bekannt.

! Allein ist diese Abkunft auch begründet?

Aus das Wort der Revolution dürfen wir ohne Anstandbejahend antworten; denn Niemand, wiederholen wir, kenntseine Genealogie besser als die Revolution. Allein wir sehen hiervon ihrem Zeugnisse ganz ab. Wir gehen in das Wesen derDinge ein und rufen uns in das Gedächtniß zurück, daßdie ganze Revolution in den beiden Worten Zerstören undNeugestalten enthalten ist; die durch das Christenthumeingeführte sociale und religiöse Ordnung zerstören, eine reli-giöse und sociale Ordnung nach dem Vorbilde des klassischenj Alterthums aufrichten — darin besteht, wenn wir nicht dieGeschichte geradezu wegleugnen wollen, die ganze Revolutionin der doppelten Phase ihrer Existenz.

Ist nun aber nicht Zerstören und Neugestalten auchder ganze Voltairianismus, die ganze Philosophie- des ver-^ flossenen Jahrhunderts? Ist das große Bündniß der Schrift-! gelehrten Des achtzehnten Jahrhunderts, in ihrem Ensemble,ihren HäuPtern in Frankreich und England, in ihren haupt-sächlichsten Bemühungen, ihren beständigen Anstrengungen et-was Anderes als ein unaufhörlicher Angriff gegen das Chri-stenthum und die durch das Christenthum eingeführte socialeOrdnung? Welches christliche Princip hat sie in der Philosophieder Politik und der Literatur geachtet? Welche aus demChristenthume hervorgegangene Institution vom Papstthume anbis zu den klösterlichen Orden, den Corporationen der Laien,der häuslichen Gesellschaft und selbst dem Eigenthume ist nichtin Bresche gelegt worden? Mit einem Worte, welche christlichePerson und welcher Gegenstand des Christenthums blieb vonihren Sarkasmen und Sophismen verschont?

Und gleichzeitig welche beharrliche Hinneigung zu demklassischen Alterthum! Welche Lobpreisung seiner Freiheit, seinerGesittung, seiner Tugenden, seiner Gesetze, seiner Künste, seiner