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[2. Band.]
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Alle Götter machten um die Wette dir Geschenke,

Kraft und Muth hat Mars, der Kriegsgott, dir oerlieh'n,Minerva gab dir schon in jungen JahrenZum Ungestüm des Alters auch die Weisheit.

Die Schönheit hat Apoll, unsterblich, dir verlieh'».

Doch mög' ein mächtg'rer Gott, den ich in Noth anfleh',

Doch güligst mir auch meine Gaben schenken,

Indem er dich mit mildem Sinn beschenket. ')

Seht da die mythologische Phraseologie, wie sie in denKollegien gelehrt wird; seht da die von der Renaissance demchristlichen Genie erschlossenen poetischen Quellen. Voltaire, derwie seine Kameraden diese Gesetze des Parnaß ganz ernstlich auf-faßte, sagt von sich selbst weiter, Apollo habe bei seinerGeburt regiert, dieser mächtige Gott habe ihm sein Heiligthumgeöffnet, und andere nicht minder klassische Dinge.

2) Nemoirss xour ssrvir L I'HIstoirs äe N. 6e Voltaire pur 6s8ervieres (6e Okauäon) In 12. 1785. S. 4, 56, — Leben Vol-taire's von Condorcet, S. 118.