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[2. Band.]
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nur meine Repetenten; meine eigentlichen Professorenwaren die heidnischen Schriftsteller."

Dies wird er mehr als hinlänglich dadurch beweisen, daßer sich über die Lehren der Einen lustig macht, während erdie der Andern getreulich ausübt, daß er seine Repetentenunablässig mit seinen Anfeindungen, seinem Hasse und seinenSarkasmen verfolgt, während er seine Professoren, ihre Schrif-ten, Gedanken und Thaten bis in den Himmel erhebt.

Voltaire wird, wie er bei seinem Austritte aus dem Kol-leg auftritt, bis an das Ende seiner langen Laufbahn auf-treten. Die Analyse seiner Werke bringt keine drei Ideen,sie bringt nur zwei zum Vorschein, nämlich die Unkenntnißdes Christenthums oder den Haß gegen dasselbe und die Be-wunderung des Heidenthnms. Bedenkt man aber, welche un-bedingte Herrschaft der Schüler des Collegs Louis le Grandwährend mehr als sechzig Jahren über ganz Europa ausübte,so kann man darnach den Einfluß der Renaissance und derklassischen Studien auf die Ideen und die Sitten, mit einemWorte auf die Philosophie des vorigen Jahrhunderts undfolglich auf die aus ihr hervorgegangene französische Revo-lution bemessen.

Voltaire's Werke lassen sich in zwei Kategorien theilen:seine antireligiösen und seine antisocialen Werke.

In seiner Charakteristik über die ersteren äußert sich Con-dorcet, ein Bewunderer Voltaire's, wie folgt: „Voltaire richtet,indem er seinen Namen verbirgt und die Regierungen ver-schont, alle seine Streiche gegen die Religion; erveranlaßt sogar die Staatsgewalt, die Herrschaft derselben zuschwächen. Eine Unmasse von Werken seiner Feder ward inEuropa verbreitet. Sein Eifer gegen die Religion, seinerAnsicht nach die Ursache des Fanatismus, welcher Eu-ropa von seiner Geburt an verheert, des Aber-glaubens, der es verthiert habe, und gleichsam dieQuelle aller Uebel, welche diese Feinde der Menschheit nochfortwährend anrichten, schien seine Wirksamkeit und