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die Menschen eine Gesellschaft (Societät) bilden. Sie bedürfenaber ferner auch einer Religion. Ueber die Wahl befragt,würde ihnen Voltaire ohne Bedenken sagen, der Polytheismussei, weil er die Seelenwanderung und den Pantheismus Vir-gil's, Plato's und Pythagoras' zur Grundlage habe, die beste.Auch hier wird sich die Revolution, wenn diese wahnwitzigenTheorien in das Gebiet der Thatsachen treten, bemühen, dieMenschen zum Polytheismus zurückzuführen, und sie wirdhierin nur Voltaire, den Dolmetscher seiner Collegstudien,nachahmen.
„Die primitiven Christen," sagt er, „die Quäker, sindebenso friedliebend wie die Jndier. Die christliche Religion,welche diese ursprünglichen Christen allein buchstäblich erfüllen,ist dem Blutvergießen ebenso seind wie die Religion des Py-thagoras. Allein die christlichen Völker haben ihre Religion niebeobachtet, die alten Kasten Indiens jedoch die ihrige stets ausge-übt. Der Pythagorismus ist die einzige Religionin der Welt, welche den Abscheu vor dem Mordein eine kindliche Pietät und in ein religiöses Ge-fühl zu verwandeln wußte. Alle, welche diese Religionannahmen, glaubten die Seelen ihrer Eltern in allen Men-schen, die sie umgaben, zu erblicken; sie hielten sich insgesammtfür Brüder, Väter, Mütter und Kinder. Diese Idee flößtenothwendiger Weise eine allgemeine Liebe ein; man scheutesich, ein zur Familie gehöriges Wesen zu verletzen. Mit einemWorte, die altindische Religion und jene derSchriftgelehrten China's sind die einzigen, indenen die Menschen keine Barbaren gewesen."')
Völker Europa's, werdet Pythagvräer, Hindus oder Chi-nesen; allein vor Allem bleibet keine Christen: dies ist dieoffenbare Schlußfolgerung dieser Seite der klassischen Phi-losophie.
In den von Voltaire so sehr bewunderten Schriftstellern
t) Philosophie der Geschichte, S. 78 und 79.