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thäte», welche mit seinen: Austritte aus dem Colleg beginnenund bis in sein höchstes Alter fortdauern,') besudeln. Wirwollen nur die Art und Weise angeben, wie Voltaire und seineFreunde das natürliche Gesetz ausübten. Nachdem ermitgetheilt, daß man nach dem Muster des Horaz beidem Könige von Preußen in einem Saale speiste, wo diegräßlichsten und unsittlichsten Scenen des heidnischen Alter-thums abgebildet waren, fährt Voltaire fort: „Wenn Jemand,der plötzlich dazu gekommen wäre, uns gehört und diese Ge-mälde gesehen hätte, so würde er die sieben WeisenGriechenland's im Bordell zu hören geglaubt haben.An keinem Orte der Welt sprach man je mit solcher Offenheitüber alle abergläubigen Meinungen der Menschen undniemals wurden dieselben spöttischer und verächtlicher behandelt.Gott ward geachtet, allein Keiner von Allen ward ver-schont, die die Menschen in seinem Namen betrogen hatten...Niemals kamen Frauen oder Priester in den Palast; Fried-rich hatte keinen Hof, keinen Rath und keinen Gottesdienst."
Voltaire verließ den Tempel des Priapus nur, um inden von Guidos oder Lesbos zu trete». Eine seiner zahl-reichen Freundinnen, die bekannte Marquifin du CHZtelet,übte mit ihm die Religion der Natur aus, für welchesie ihre klassischen Studien erstaunlich befähigt hatten. „Siewar," sagt Voltaire, „im Lateinischen so gut wie Herr Dacierbewandert, wußte die schönsten Stellen aus Tacitus, Virgilund Lucretius auswendig. Sie war mit allen philosophischenSchriften Cicero's vertraut; die Weltgeschichte Bossuet's konntesie nicht befriedigen; sie war ungehalten darüber, daß dieselbesich lediglich mit einem so verächtlichen Volke, wie dasder Jsraeliten, beschäftigte."^ Wenn die Weltgeschichte sich
1) Man vgl. das Werk des Hrn. Nicvlardot über Voltaire.
2) lVlsmoires pour servir a la vie äs lVI. äs Voltaire par In! meme,S. 43.
3) Cbendas. S. 5.