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[2. Band.]
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genommen, als es im verflossenen Jahre wieder aus die Bühnegebracht wurde."

Die Tragödie Brutus ist voll von Maximen, von denendie einen immer mehr als die anderen geeignet sind, denHaß gegen die Könige und den Fanatismus des Dolches zuerregen, Gesinnungen, welche die Revolution offen und »nge-scheut anbetete und deren Ausdruck sie stets unter stürmi-schen Beifallsrufen vernahm.

Vernicht» der Tyrannen, die ihr als Kön'ge nur

Des Numa Götter, Eure Tugend und Gesetz verehrt.

Wir wollen den Despotenstolz der Könige gewöhnen,

Als ihresgleichen mit der Republik zu handeln.

Sobald er Rom's Gesetzen Hohn zu sprechen wagt,

Ist Nom nicht unterworfen, und er allein Rebell.

Den Tyrannen soll an diesen Orten fürderhin

Nichts weiter mehr als Noma's Haß, der Götter Zorn verbleiben!^)

Für die Schriftgelehrten des Collegs war Ludwig XVI.ohne allen Widerspruch Tarquin, und weil sie fanden, daß erder Nation untreu geworden, sendeten sie ihn auf's Schaffet.„Tarquinius Rebell gegen Rom," sagt Palissot, „ein KönigRebell gegen die Nation war ein genialer Ausdruck indem Stück Brutus; allein Frankreich war damals weit ent-fernt, seine Schönheit und Schicklichkeit zu empfinden."

1) Vorrede zu der Tragödie Brutus.

3) Vorrede zu der Tragödie Brutus.