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derte,') mit Beifall aus. Nur dem Herrn v. Voltaire war!; es gegeben, einige Gebräuche der alten Mysteriendes Heidenthums mit Priester und Priesterinnenin Amts tracht auf die französische Bühne zu bringen, sowie§ die die Entwicklung des Stückes bildende Errichtung des' Scheiterhaufens."
^ Durch seine Erziehung überzeugt, das klassische Alterthumj sei das schönste, was es in der Welt gegeben habe, bringtI Voltaire sein Leben in dem Lande zu, wo er auch erzogen wor«l den ist. Von Athen kommt er nach Rom, kehrt dann nachAthen zurück, um bald wieder nach Rom zu gehen. Im Jahrek 1752 liefert ihm die Metropole der republikanischen GesinnungStoff zu einer neuen Tragödie: Catilina oder das geret-tete Rom. Voltaire bezweckt mit diesem Stücke, Cicero,den er im Colleg als Redner so sehr bewundert, bei dem Volkebeliebt und ihn zum größten Staatsmann und zum tugend-haftesten Bürger zu machen. Die jungen Leute bedürfen seinerLehren nicht, das weiß er, allein er befürchtet, daß ihreSchwestern den Befreier der Republick nicht gehörig kenne»und in ihrer Hochachtung über Alles erheben, was die Weltjemals gesehen hat.
In der Vorrede drückt sich Voltaire selbst wie folgt aus:„Es war meine besondere Absicht, die jungen Leute,welche das Schauspiel besuchen, mit Cicero bekannt zu machen.Noch heute lenken die entschwundenen Größen der Römer dieAufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich,^) und das mo-derne Italien sucht theilweise seinen Ruhm darin, einigeRuinen des alten zu entdecken. Mit Ehrerbietung zeigtman uns das Haus, welches Cicero inne hatte; sein Nameist in Aller Mund, seine Schriften sind in Aller Händen.
1) Einen feierlichen Selbstmord.
2) v. Servieres, Denkwürdigkeiten, S. 218.
3) Dank der Renaissance und den Collegstudien; das ist ein sehrglaubwürdiges Geständniß.