Auf solche Weise spricht Voltaire von seinen Lehrern;was nun seine Repetenten betrifft, hat er sie jemals zuetwas Anderem als zum Gegenstände seines Hohnes undSpottes gewählt?
Demgemäß besteht er darauf, man solle ins Theatergehen, wo man die alten Römer, die alten Griechen, dasalte Rom und das alte Athen sieht; er beklagt sich über denMangel an Fleiß, mit dem man ihre Schule besuche. „Jene,"sagt er, „die sich ganz dem Studium Cicero's und der römischenRepublik widmen, sind nicht auch Jene, welche die Schauspielebesuchen. Sie nehmen sich Cicero, der in dieserHinsicht sehr fleißig war, nicht zum Muster.') Esist doch seltsam, daß sie ernsteren Sinnes als er sein wollen.Die bevorzugten Männer, welche sich um die Hebung undBeförderung der Künste verdient gemacht, haben diesen ächtenGeschmack noch nicht der ganzen Nation mitgetheilt, deßhalbnämlich, weil wir von Geburt minder glücklich aus-gestattet sind als die Griechen und Römer. Wenndieses Werk das alteRom auch nur etwas bekann-ter macht, so ist sein Zweck erreicht und meine Er-wartung befriedigt." 2) Das alte Rom bekannter machenheißt bei Voltaire, die Gesinnungen und Thaten eines blut-dürstigen Republikanerthums verherrlichen, die sich der Geisterbemächtigen und in Frankreich die Cato und Brutus der Re-volution heranbilden. Wir wollen hier einige von seinen Versenmittheilen.
Die Tugend — sie verschwindet und die Freiheit wankt,
Doch Rom hat manchen Cato, noch darf ich für es hoffen.
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t) Welche Schmach, welches Unglück!
2) Vorrede zum Catilina.
3)