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Methode, sondern christliche und französische Institutionen,I Schauspiele, Dichtungen und eine christliche und französische« Erziehungsmethode. Was können wir noch weiter begehren?
Wie Ovid, Virgil, Horaz, Cicero und die anderen heid«^ nischen Schriftsteller, seine Lehrer und Muster, nimmt auchß Rousseau das Vorhandensein eines Naturzustandes zuml Fundamente seiner Theorien. Diesen Zustand, in welchen die^ Menschen, in den Wäldern zerstreut, ohne Gesetze, ohne Städte,; ohne Regierung lebten, hält er für die Vollkommenheit der
^ Menschheit.') Dorthin müssen wir zurückstehen, um die ur-
sprünglichen Rechte des Menschen wieder aufzufinden und denUrsprung der Gesellschaften zu erklären. Für Rousseau wiefür die andern Pnblicisten, die Schüler des schönen Alter-thums, gilt Gott in der Bildung der menschlichen Societätenfür Nichts; sie sind das Resultat eines synallagmatischen Paktesoder Vertrags, eine Art fehlerhaften Cirkels, durch welchen derMensch Autorität über sich selbst erlangt. „Der Gesell-schaftsvertrag," sagt Rousseau, „besteht darin, daß Jedervon uns seine Person und seine ganze Macht unter der höchstenLeitung des allgemeinen Willens gemeinsam macht und wirnehmen noch jedes Glied als unzertrennlichen Theil des Gan-zen auf." 2)
Immer von seiner Voraussetzung oder vielmehr seiner Lieb-lingschimäre ausgehend, sagt Rousseau im weiteren Verlaufeganz ernsthaft: „Dieser Uebergang von dem Naturzu-stände in den civilisirten Zustand bewirkt im Menscheneine sehr bemerkenswerthe Veränderung; er bringt in seinBenehmen die Gerechtigkeit an die Stelle des Naturtriebes undverleiht seinen Handlungen die Moralität, die ihnen ehedemfehlte. Erst dann tritt die Stimme der Pflicht an die Stelle
1) Dgl. namentlich den zweiten Theil der Rede über den Ur-sprung und die Fundamente der Ungleichheit unterden Menschen.
2) Gesellschastsvertrag, B. I. K. 6 u. 7.