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des physischen Triebes, das Recht an die Stelle der Begierde;der Mensch, der seither nur sich selbst betrachtet hatte, stehtsich gezwungen, nach anderen Grundsätzen zu handeln und erstseine Vernunft zu befragen, ehe er auf seine Neigungen hört." ')Aus dem Gesellscha st sver trage leitet Rousseau ganzlogisch die schrecklichste Theorie unserer Zeit, den spartanischenCommunismus des Lykurg ab. Er sagt: „Jedes Mitglied derGesellschaft schenkt sich ihr im Augenblicke, da sie sich bildet,sich und alle seine Kräfte, zu welcher auch dieGüter, die es besitzt, gehören... Der Staat isthinsichtlich dieser Glieder Herr aller ihrerGüter durch den Gesellschaftsvertrag.. . Dievereinigten und aneinander grenzenden Grundstücke der Pri-vaten werden das öffentliche Territorium, und das Souveräne-tätsrecht, von den Unterthanen auf die in ihrem Besitze befind-lichen Güter ausgedehnt, wird ein zugleich reales und per-sonales. Dies versetzt die Besitzer in eine größere Abhängig-keit und macht selbst ihre Kräfte zu Garanten ihre Treue, einvon den alten Monarchen, wie es scheint, nicht gehörig gewür-digter Vortheil. Diese nannten sich nur Könige der Perser,der Scythen, der Macedonier und schienen sich nicht sowohlals die Herren des Landes, sondern vielmehr als die Häupterder Menschen zu betrachten. Die Monarchen verfahren heut-zutage vernünftiger; sie nennen sich Könige von Frankreich,von Spanien, von England rc. Indem sie so den Grund undBoden in ihre Herrschaft einschließen, sind sie des Herrscher-rechtes über ihre Unterthanen um so sicherer."^

Die Augen auf Lacedämon gerichtet, fährt der Schülerdes Plutarch weiter fort: „Das jedem Privaten über seinVermögen zustehende Recht ist dem Rechte der Gemeinschaftüber Alle stets untergeordnet.... Statt die natürlicheGleichheit zu zerstören, substituirt der Fundamentalvertrag im

1) GesellschastSvertrag, B. I. K. 8.

2) Ebendas. K. 9.