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Christenthume, welches ewige Spaltungen hervorruft, vorge-zogen werden muffe. Im Namen dieses Princips wird einSchüler des Lykurg und Rousseau, Quintus Aucler, förmlichdie sociale Rückkehr zum Polytheismus verlangen.
„Was die Heiden befürchtet hatten," fährt Rousseau fort,„ist eingetroffen; Alles gewann jetzt ein anderes Aussehen;die demüthigen Christen veränderten ihre Sprache, und baldsah man dieses angebliche Königreich der andern Welt untereinem sichtbaren Oberhaupte die größteGewaltherrschaftin dieser werden; da es indessen immer einen Fürsten undbürgerliche Gesetze gegeben hat, so entstand aus dieser dop-pelten Macht ein beständiger Jurisdictionsconflict, der jedegute Politik in den christlichen Staaten unmöglich ge-macht hat, und niemals konnte man genau wissen, wem manzum Gehorsam verpflichtet war, ob dem Beamten oder demPriester."
Moderne Völker, wollt ihr das Joch der größten Ge-waltherrschaft abwerfen? Wollt ihr die Herrschaft der gutenPolitik möglich machen? Nun, so verbannet das Christenthum!Allein es fragt sich doch sehr, ob dies gelingen wird. Rousseaubetrübt sich darüber und fährt fort: „Jedoch haben mehrereVölker, selbst in Europa oder in seiner Nachbarschaft, dasalte System beibehalten oder wiederherstellen wollen; alleinohne Erfolg: der Geist des Christenthums hat Alles gewonnen.Mahomed hatte sehr gesunde Ansichten; er hatte sein po-litisches System reiflich überdacht und, so lange seine Regie-rungsform unter den Kalifen, seinen Nachfolgern, bestand,war diese Regierung eins und deßhalb auch gut.
„In unserer Zeit sind die Könige von England die kirch-lichen Oberhäupter ihres Landes geworden; die Czaren habensich gleichfalls zu solchen gemacht; allein nicht sowohl sie sinddie Herren der Kirche geworden als vielmehr ihre Minister.
1) Abhandlung über den Staatshaushalt, B. IV. K. 8.