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greisen und sich zu vertheidigen, führt, zugeschriebenwerden kann."
An einer anderen Stelle sagt er weiter: „Im Natur-zustände werden die Menschen zwar in der Gleichheit ge-boren; allein sie verstehen es nicht, in derselben auch zu bleiben.Die Gesellschaft bewirkt, daß sie dieselbe verlieren, und nurdurch die Gesetze werden sie wiederum gleich.
Diese Theorie des Naturzustandes und des Gesellschafts-vertrags, die Folge desselben, finden wir weder in der Genesis,noch bei den Vatern, noch in der katholischen Ueberlieferung.Sie ist falsch in christlicher, historischer und philosophischerHinsicht, allein sie ist richtig vom mythologischen Gesichts-punkte aus. Dieser ist für Montesquieu und Alle hinreichend,die nach seinem Beispiele von Jugend auf gewöhnt waren,nicht über den Horizont des klassischen Alterthums hinauszu-blicken.
Nachdem er die Grundlagen der menschlichen Societätenaufgedeckt, geht Montesquieu zu den Formen über, die sie an-genommen haben. Er vergleicht die verschiedenen Regierungenunter einander. Wie es nicht anders erwartet werden darf,gibt er der republikanischen Regierung den Vorzug. „DieTugend," sagt er, „ist der große Hebel der Republiken, wäh-rend nur die Ehre und die Furcht die hauptsächlichstenSchwungfedern der monarchischen und despotischen Regierun-gen sind." 3)
1) Geist der Gesetze, B. I. K. 2.
2) Ebenda,'. B. VIII. K. 3.
3) Ebendas. Buch II. K. 2. — „Seht da Montesquieu," sagte Na-poleon, „er durchbohrt den christlichen Geist mit tausend Stichen;er zerreißt, soviel er vermag, das Gewand der Kirche; er be-wundert als Platoniker diese griechischen Republiken, dieheut zu Tage noch weniger möglich sind als die Regierung desStammes Juda, und er behauptet, monarchisch zu sein! Er setzt dieEhre als Princip, als Haupttriebfeder der Monarchie, und er