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mit der größten Mäßigung vermengte, sicherte den Fortbe-stand seiner Vaterstadt.
„Er scheint ihr alle Hülfsquellen, die Künste, den Handel,das Geld und die Sehenswürdigkeiten zu entziehen. Dorthat man Ehrgeiz, ohne Hoffnung besser zu werden, man hatnatürliche Gesühle und ist doch weder Kind noch Gattenoch Vater. Selbst die Schamhaftigkeit wird der Keusch-heit genommen. Auf diesen Wegen ist Sparta zumAnsehen und Ruhm gelangt.... Kreta und Lakonienwurden durch diese Gesetze regiert.... Die Samniter hattendieselben Institutionen." ')
Auch wir bitten, man möge es ein wenig beachten,daß diese seltsame Lobrede von Montesquieu herrührt, daß ersie mit der Autorität seines Namens an gebildete Menschenrichtet, welche ihre gesellschaftliche Stellung späterhin zu Ton-angebern der öffentlichen Meinung machen wird, welche Be-amte, Rechtsanwälte und Gesetzgeber und die Gesellschaft nachihrem Ebenbilde einrichten werde». Wird Frankreich sich füg-lich noch verwundern dürfen, wenn es noch nicht vierzig Jahrenach Montesquieu^ Tod eine ganze Generation von Schrift -und Rechtsgelehrten aufstehen sieht, welche die bewunderns-würdigen Institutionen der Kretenser, Samniter, Athenienserund Spartaner um jeden Preis anwenden wollen?
Montesquieu, welcher wahrscheinlich die Folgen seinerLehren voraussah, fährt fort, die republikanischen Regierungendes klassischen Alterthums zum Nachtheile der modernen Mo-narchien zu verherrlichen. „Man muß," fügt er bei, „imGeiste festhalten, daß in den griechischen Städten und beson-ders in jenen, welche den Krieg als ihren wichtigsten Zweckbetrachteten, alle auf Gelderwerb zielenden Arbeiten und Ge-werbe als eines freien Mannes unwürdig betrachtet wurden.Die meisten Künste verderben, sagt Zkenophon, den Körperderer, die sie betreiben; sie nöthigen sie, sich in den Schatten
l) Größe und Verfall der Römer, B. IV. K. 4.