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[2. Band.]
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oder neben das Feuer zu setzen; man hat keine Zeit wederfür die Freunde noch für die Republik. Nur bei der Ver-derbniß mancher demokratischen Staaten gelang es den Hand-werkern, Bürger zu werden. Aristoteles behauptet, eine guteRepublik verleihe ihnen niemals das Bürgerrecht.

„Der Landbau war noch ein knechtischer Beruf und ge-wöhnlich war es ein benachbartes Volk, welches ihn betrieb,die Heloten bei den Lacedämoniern, die Periecier bei denKretensern, die Pänester bei den Thessaliern, andere Sklaven-völker in andern Republiken. Endlich galt aller niedrigerVerkehr bei den Griechen für eine Schmach. Daßein Bürger einem Sklaven, einem Miethling, einem AusländerDienste hätte erweisen müssen — ein solcher Gedankewar mit der Idee von der griechischen Freiheitunverträglich. Auch Plato will in seinen Gesetzen denBürger, welcher Handelsgeschäfte betreibt, bestraft wissen." ')

Stehen alle diese Ideen mit unseren gesellschaftlichen Zu-ständen in Einklang? Heutzutage ist der Wunsch, der Jedenbeseelt, aus seinem Stande herauszutreten, die Beseitigungalles Unterschiedes der Stände, welche die Folge davon ist,für die Regierungen eine ernstliche Verlegenheit und selbstgefahrdrohend. Kann man behaupten, diese bedenkliche Rich-tung rühre in keiner Weise von der Geringschätzung gegenden Landbau, den Handel, die mechanischen Künste her, welchedie Söhne der Arbeiter, die Kaufleute und Handwerker so oftin ihren Autoren und besonders bei Cicero, dem am Meistenbewunderten von allen heidnischen Schriftstellern, ausgesprochenfinden?

Endlich beschließt Montesquieu sein langes Loblied mit fol-genden, sein ganzes Innere bekundenden Worten: „Man kanndie Römer niemals aufgeben. So läßt man auch heutenoch in ihrer Hauptstadt die neuen Paläste unbeachtet und

1) Große und Verfall der Römer, B. IV. K. 8.