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sucht ihre Ruinen auf!" ') Montesquieu hätte noch hinzufügendürfen: Selbst die Kirchen und christlichen Baudenkmale.
Wir wollen, um diese Lobpreisung dadurch vollständig zumachen, daß wir die Wahrheit nachweisen, die in dem vonder Collegerziehung von diesen bewundernswürdigen Griechenund diesen bewundernswürdigen Römern entworfenen Porträtestiegt, da die Gelegenheit hierfür gerade sich darbietet, einigeZeugnisse unverdächtiger Schriftsteller anführen:
„Als Lysander," sagt Xenophon,?) „die Athenienser ge-schlagen hatte, hielt man Gericht über die Gefangenen. Manklagte die Athenienser an, sie hätten sämmtliche Gefangenenvon zwei Galeeren ins Meer geworfen und in einer öffent-lichen Versammlung beschlossen, den Gefangenen die Hand ab-zuhauen. Sie wurden allesammt umgebracht." — „Einmal,"sagt Plutarch, „brachten die Bewohner der Stadt Argos fünf-zehnhundert ihrer Mitbürger ums Leben." Werden wir Griechen!
„Die Römer," sagt Diodor von Sicilien, „kauften Haufenvon Sklaven, um dieselben ihre Felder bebauen und die Auf-sicht über ihre Viehheerden führen zu lassen. Diese Unglück-lichen waren gezwungen, mit Lanzen und Keulen bewaffnet,mit Thierfelle» bekleidet und von großen Hunden umgeben,auf den Landstraßen zu stehlen. Dies war unter andern eineUrsache des Sklavenkrieges." Werden wir Römer!
Neben der Bewunderung für das heidnische Alterthum,von welcher sein Inneres voll ist, läßt Montesquieu, wie alleSöhne der Renaissance, die Schmähung des christlichen Sinnesdurchblicken. Dieses negative Uebel der Collegbildung offen-bart sich bei dem Verfasser des Geistes der Gesetze durchIrrthümer, mangelnde Kenntnisse und Vorurtheile, wie sie beihen Schriftstellern des Mittelalters nicht bekannt sind. So>
1) Größe und Verfall der Nömer, B. VIII. K. 13.
2) «ist. 1il>. II.
3) Moralische Werke derer, die das Wort führen.
4) Fragment des 34. Kap.