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Dauphins im Jahre 1709 zu Grenoble geboren, wurde nochsehr jung nach Lyon in das Jesuitencolleg gebracht. Er ver-ließ dasselbe wieder, leidenschaftlich eingenommen für dieGriechen und Römer. Nach Vollendung seiner Studien kamer nach Paris auf Einladung seines Vetters, des KardinalsTencin, der ihn bewog, die kirchliche Laufbahn einzuschlagen.Mably tritt in das Heiligen-Geist-Seminar ein, beginntseinen theologischen Curs und empfängt das Subdiakonat.
Die Weihe ändert weder seinen Geschmack, noch tilgt siein ihm die Erinnerungen an das Colleg. Hingerissen durchseine Liebe für das Alterthum, verläßt er das Seminar undvertauscht seine theologischen Bücher gegen Plutarch's Biogra-phien. Er liest sie mit Gier, sowie die andern alten Autoren:Thucydides, Plato, Cicero, die er beinahe auswendig wußte,und schöpft aus dieser Lectüre jenen Geist der Unabhängigkeitund jenen Enthusiasmus für die Republiken Griechenlands undItaliens, welche sich in seinen Schriften kundgeben und welcheer sein ganzes Leben hindurch bekennt. ')
So haben wir gesehen, wie Voltaire, hingerissen zu denschönen Wissenschaften, für die er sich im Colleg begeistert hatte,sich den Absichten seines Vaters widersetzt und sich weigert,sich dem Rechtsstudium zu widmen.
„In der Pflege der Wissenschaften suchte Mably wenigerDas, was sie Anmuthiges und Beruhigendes bieten, als viel-mehr, was sie Solides und Nützliches haben. Er suchte darin nichtMuster im Styl und in der Sprache, sondern Lehren und Bei-spiele der Moral und Tugend. Indem er die moralischen Schön-heiten der Alten und ihrer großen Vorbilder in sich aufnahm,ging er von Worten zu Thaten, oder, nach dem AusdruckeMontaigne's, von der Rinde zum Marke über, und nährtesich mit substanzielleren Wahrheiten, und mit jenen erhabenen
1) LIOAS kistoriqus äs I'sbbs äs pur I,evs8qus. in 8. 1789,
und ders. PL? 1'gvbe Lrirarä, ebendas. sie.