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In der That, als am 8. Morgens der Gefängnißwärtervon Bourg-la-Reine die Thüre seiner Zelle öffnete, fand ernur mehr einen Leichnam. Condorcet hatte sich vergiftet miteiner starken Dosis eines concentrirten Giftes, das er seiteiniger Zeit in einem Ringe trug. So starb er mit Ausnahmedes Schierlingsastes den Tod des Sokrates.

Achtzehntes Kapitel.

D'Alembert.

Seine Geburt — Seine Erziehung — Er verläßt das Colleg,leidenschaftlich eingenommen für das Alterthum — Seine Redetn der Akademie — Seine Elegie auf die Manen des Fräuleinvon Lespinasse — Seine Huldigung für die Renaissance — Erschreibt ihr die Regeneration der Welt, der Wissenschaften, derKünste, der Philosophie zu — Reflexionen über die Wissenschaftenund Küriste.

Am 16. November 1717 fand der Commiffär des Stadt-viertels von sNotre-Dame zu Paris auf den Stufen der KircheSamt-Jean le Romd ein eben ausgesetztes Kind. Sei es,daß er geheime Jnstrructionen hatte, oder sei es, daß das Vor-handensein dieses Kiindes ein genügend delicater Punkt schien,um besondere Sorgfalt zu erheischen, der Commiffär vertrautees der Frau eines armen Glasers an, die es mit mütterlicherSorgfalt auszog. Dieses Kind, von welchem man später er-, fuhr, daß es ein natürlicher Sohn von Destouches Conon,

. Provincialcommiffär der Artillerie, und der Frau de Tencin sei,wurde Jean le Rond d'Alembert genannt.

, In feinem vierten Jahre wurde er in eine Pension ge-. geben. In seinem zehnten kannte er die alten Klassiker sogut, daß sein Lehrer erklärte, er könne ihn Nichts mehr lehren.Er trat in das Colleg Mazarin, begeistert für die schönenWissenschaften und besonders für die lateinische Poesie, der er