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[2. Band.]
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Sorbonne, von Rom und von der protestantischen Synode zuDordrecht verdammt wurde, spricht d'Alembert, der ihn alseinen seiner Ahnen anerkennt, in folgenden Ausdrücken: „DemKanzler Bako folgte der erhabene Cartefius. Dieser selteneMann besaß Alles, was nothwendig war, um die Gestalt derPhilosophie zu ändern... Cartesius hat es gewagt,dem gesunden Menschenverstand zu zeigen, wieman das Joch der Scholastik, der Meinung, derAutorität, mit Einem Worte desVorurtheils undderBarbarei abschüttelt, und durch dieseUmwäl«zung, deren Früchte wir heute pflücken, hat er derPhilosophie einen vielleicht wesentlicheren Diensterwiesen, als alle jene sind, welche sie seinen er-habenen Vorgängern schuldet. Man kann ihn als dasHaupt einer Verschwörung betrachten, die den Muth gehabthat, sich zuerst gegen eine despotische und willkürliche Gewaltzu erheben, und während der Vorbereitung zu einer offenenRevolution den Grund zu einer gerechteren und glücklicherenRegierung, welche er nicht in ihrer Vollendung erblickenkonnte, gelegt hat." ')

D'Alembert tröstet sich, indem er spricht: „Die Philo-sophie, welche den vorherrschenden Geschmack unseres Jahr-hunderts bildet, scheint durch die Fortschritte, welche sie beiuns macht, die verlorene Zeit wieder einbringen und sich fürdie Verachtung rächen zu wollen, welche unsere Väter für siegezeigt hatten."

Um ihren Triumph zu beschleunigen, schreibt d'Alembertselbst in seinen kllowents äs kkilosoptiio:

„Jede Wahrheit kommt aus der Empfindung; die Empfin-dung ist also das Universalprincip unserer Erkenntniß; dervortrefflichste unserer Sinne ist das Gefühl; durch dieses unter-scheiden wir Recht und Unrecht, deren Empfindungen noth-

1) O!sL. prelim. Thl. I. S. 268 — 27l.

2) Ebendas. S. 285.