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Seele des heiligen Ludwig selbst ihre Geschichteerzählten, welch schöne moralische Psychologiewürden wir haben!"')
Nun ist aber diese Philosophie, deren Anwendung dieWelt in das Chaos zurückführen würde, nicht aus sich selbstentstanden. Die Menschen, welche sich zn ihr bekennen, habenihre Voreltern.
Sie rechnen sich's zum Ruhme, als solche die Philosophendes achtzehnten Jahrhunderts zu erkennen.
Hören wir Herrn Guizot in seiner Antrittsrede in derfranzösischen Academie, in welcher er den Platz Destutt's deTracy einnahm: „Ein großes Jahrhundert," sagt er, „einJahrhundert, das die Welt erobert hat, scheidetkaum von uns; ein großer Philosoph steigt kaum in das Grab;und ich werde hier aufgefordert, meine Gedanken über dieseunermeßliche Epoche und ihre würdigen Repräsentantenauszusprechen. Kommt es den Söhnen zn, öffentlich ihrenVater zu richten? Das achtzehnte Jahrhundert hatuns zu dem gemacht, was wir sind. Ideen, Sitten,Einrichtungen, Alles haben wir von ihm, und wirschulden es ihm, und ich für meinen Theil hege für es einekindliche Zuneigung: möge diese mich durchdringen, mögesie kund werden in meinen Worten, selbst in den freiestenWorten. Wenn uns das Wort frei ist, wem verdanken wires? Das achtzehnte Jahrhundert hat uns frei gemacht. Inund außer diesem Haufe legt jeder Gedanke, welcher sich ent-faltet, jedes Wort, welches sich fessellos erhebt, Zeugniß abfür den Ruhm und die Segnungen des achtzehnten Jahr-hunderts. Montesquieu, Voltaire, Rousseau, mäch-tige Geister, unsterbliche Namen, wir werden freisein, wie ihr uns haben wolltet."
Die Philosophen des achtzehnten Jahrhunderts, obwohl
t) Lssüis, S. 263.
2) Am 22. Dezember 1636.