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[2. Band.]
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von dem Klerus unterrichtet, erklären sich ihrerseits stolz alsdie Söhne der Renaissance und ihrer Studien im Colleg.

Dieselben Lobreden, welche ihnen ihre Nachkömmlingeweihen, richten sie wiederum an ihre Vorfahren. Wir habenjene Voltaire's, Rousseau's, Mably's und Condorcet's gehört;hier folgt ein neuer Bruder, dessen Wort gehört zu werdenverdient, denn er nimmt nicht den letzten Rang in der philo-sophischen Familie ein: es ist Helvetius.

Claudius Hadrian Helvetius, zu Paris im Jahre 1715geboren, wurde im zartesten Alter in das Jesuitencollegiumgebracht. Seine jugendliche Phantasie wurde bald bei derErzählung der von Curtius Rusus und Homer geschildertenKämpfe mächtig erregt. Diese beiden Autoren wandelten seinenCharakter um. Er war sehr furchtsam und wurde kühn. SeineLiebe zum Studium schwand; er lebte nur im Kriege undwollte um jeden Preis das Wassenhandwerk ergreifen. Mansteht hier ein neues Beispiel der Wirkung, welche die erstenStudien ausüben. Karl XII., König von Schweden, war auchseit seiner frühesten Jugend für Quintus Curtius eingenommen.Er trug ihm stets in der Tasche; dieser Lectüre, sagt KönigFriedrich von Preußen, find die Ausschweifungen dieses Für-sten zuzuschreiben, sowie der Wunsch, den er sein Leben hin-durch hegte, Alexander zu gleichen. „Quintus Curtius,"fügt er hinzu, „hat die Schlacht bei Pultawa verloren." ^

Beherrscht von seiner Neigung für die Kriegskunst, kamHelvetius, der sich stets auf den letzten Bänken der Klassebefand, bis zu der Rhetorik. Rhetorische Ausarbeitungenwaren im Colleg in der Mode. Der Pater Poree, welcherin den Arbeiten des Helvetius mehr Ideen und Bilder fand,als in jenen seiner Mitschüler, lobte seine ersten Aufsätze undwidmete ihm besondere Sorgfalt. Er las mit ihm die großenMuster des Alterthums. Helvetius fand wieder Geschmackan dem Studium der Wissenschaften. Allein bald gab eine

1) Lxamcu äu krinos äs NiicoNisvel.