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EinimdManMes Kapitel.
Helvetius.
(Schlu ß.)
Stiftung einer philosophischen Religion — Programm der-selben — Deren wesentliche Kennzeichen — In Erwartung der-selben muß Las Christenthum vernichtet und die heidnische Religionwieder in Flor gebracht werden — Diese ist so ziemlich gut, vielbesser, als das Christenthum — Das Mittel, sie wieder in Auf-schwung zu bringen, besteht in der klassischen Erziehung — Toddes Helvetius.
Die Angriffe des Helvetius aus den Clerus sind nur dererste Schritt zur gänzlichen Zerstörung des Christenthums. Inden Augen des Schülers des Anaxagoras und Epikur bedarfdie menschliche Vernunft weder Gottes, noch der Offenbarung,um eine Religion und eine Moral zu schaffen. Helvetius hegtdie bescheidene Absicht, dieses Problem zu lösen; er setzt dieeinzelnen Bestandtheile zusammen. Einige Jahre später wirdman die in derselben Schule aufgewachsene französische Revo-lution die Hand an das Werk legen und feierlich eine Religionund eine Moral von Menschenhand einführen sehen.
Hier folgen das Credo und die zehn Gebote desHelvetius: „Gott hat zu dem Menschen gesagt: Ich habedich erschaffen, ich habe dir fünf Sinne gegeben, ich habe dichmit Gedächtniß, und folglich mit Vernunft begabt. Ich habegewollt, daß deine Vernunft, anfangs durch die Noth geschärft,sodann durch die Erfahrung unterrichtet, für deine Nahrungsorge, dich den Feldbau, kurz alle Kenntnisse des ersten Be-darfes lehre. Ich habe gewollt, daß du durch die Pflege dieserVernunft zu der Erkenntniß meines moralischen Willens ge-langst, das heißt deiner Pflichten gegen die Gesellschaft, derMittel, die Ordnung in derselben zu handhaben; endlich zur
Gaume, Revolution. V.