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[2. Band.]
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Erkenntniß der bestmöglichsten Gesetzgebung. Das ist der ein-zige Cultus, von dem ich will, daß der Mensch sich zu ihmerhebe, der einzige, der allgemein werden kann, der einzige,der Gottes würdig ist, und der sein und der Wahrheit Siegelan sich trägt. Jeder andere trägt das Gepräge des Menschen,des Betruges und der Lüge. Es ist der Wille eines ge-rechten und guten Gottes, daß die Kinder der Erde glücklichseien und daß sie alle Freuden genießen, welche sich mit demöffentlichen Wohle vertragen. Dies ist der wahre Cul-tus, den die Philosophie den Menschen offenbarensoll." ')

Die Philosophen unsrer Tage, welche die Moral des So-krates preisen und sie die wahre Moral dieser Weltnennen, welche bei dem Wort Offenbarung oder evangelischeMoral mitleidig lächeln, welche alle Pflichten des Menschenauf die socialen Pflichten, alle Tugenden auf die rein mensch-lichen, alle Dogmen auf den Glauben an die Vernunft be-schränken, mit einem Wort, welche sich ausgesandt nennen,um die Menschheit aufzurichten, indem sie dieselbe aus denArmen des Christenthums in die der Philosophie übergehenlassen: diese Philosophen sind weder Neuerer noch Lehrer; siesind ganz einfach die Schüler des Helvetius, wie er selbst derSchüler der heidnischen Philosophen war. Herr Guizot ruftmit vollem Recht aus: „Das achtzehnte Jahrhunderthat uns zu dem gemacht, was wir sind."

Wir kennen die Quintessenz der philosophischen Religion;Helvetius wird uns Merkmale oder äußere Kennzeichen ent-hüllen, welche sie von allen falschen Religionen unterscheiden.

Die philosophische Religion wird heiter, verträglich, ökono-misch, politisch, friedlich sein und den Frieden bringen.

„Eine aufgeklärte Obrigkeit," sagt er, „wird, wie inRom und Sparta, mit der weltlichen und geistlichen Machtbekleidet sein; dies wird jeden Conflikt unmöglich machen,

1) ve 1'Nomme, Scct. I. Kap. XIII. S. 39 und 40.