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Herkules heirathete die Hebe. Die weniger gefeierten Heldenbewohnten die Gefilde und die Haine des Elysiums.
„Hier beschäftigten sich Achilles, Patroklus, Ajax, Aga-memiioii und alle die Krieger, welche unter den Mauern vorTroja gekämpft hatten, noch mit kriegerischen Spielen. Hierbesangen Pindar und Homer noch die olympischen Spiele unddie Abenteuer der Griechen. Dieselben Uebungen und Ge-sänge, welchen die Helden und die Dichter auf der Erde ob-lagen, kurz dieselben Meinungen, welche sie hier angenommenhatten, folgten ihnen in die Unterwelt. Ihr Tod war eigent-lich nur die Fortsetzung ihres Lebens.
„Da diese Religion bestand, was mußte der lebhaftesteWunsch, das mächtigste Interesse der Heiden sein? IhremVaterlande zu dienen durch ihre Talente, ihren Muth, ihreUnbestechlichkeit, ihren Edelsinn, ihre Tugenden.... Und waswird man bei einem Volke, das diesen Wunsch nicht hegt,finden? Geschickte Kaufleute, Heerführer, Soldaten, Schrift-steller, Minister? Nein, wohl aber Mönche."')
Was aber in den Augen des Helvetius der heidnischenReligion ihren Vorzug besonders sichert, ist ihre Verachtung derKeuschheit und ihr Haß gegen die Tyrannei. „Der weise Ge-setzgeber Athens," sagt er, „Solon, machte wenig Wesens mitder mönchischen Keuschheit. Wenn er in seinen Gesetzen, sagtPlutarch, den Sklaven ausdrücklich verbot, sich zu salben unddie jungen Leute zu lieben, so geht daraus hervor, daßSolo» in der griechischen Liebe im Allgemeinen nichts Unsitt-liches sah.
„Allein diese stolzen Republikaner, welche sich ohne Scheuallen Arten von Liebe Hingaben, ließen sich nicht zu dem feilenHandwerke eines Spions erniedrigen. Ei» Grieche oder einRömer würde nicht ohne Erröthen die Fesseln der Sklavereiangenommen haben. Der wahre Römer ertrug selbst den An-blick eines asiatischen Despoten nicht ohne Abscheu. Zur Zeit
1) Oo I'IiommL, Sect. I. Kap. XV. S. 57 und 59.