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Tugend, welche ich in meiner Kindheit in mich aufge-nommen, werden mich dazu zwingen." *)
Von Kindheit an die Griechen und Römer studiren undbewundern lassen, das ist, nach Helvetius, das Mittel, edleIdeen von der Tugend zu erwecken und die Religion, welchesolche hervorbringt, wieder zu Ehren zu bringen. Die denGriechen und Römern nachgebildete Erziehung hat noch einenandern Vortheil: sie macht den Körper kräftig und robust, sodaß es, um uns physisch und moralisch zu Griechen und Rö-mern zu machen, kein besseres Mittel gibt, als die Erziehungvon Rom und Sparta ohne Beschränkung einzuführen. „Vonder Wichtigkeit der physischen Erziehung überzeugt," sagt er,„hielten die Griechen die Gymnastik in Ehren. Vielleichtwünschte man, daß ich hier ein Bild von den Spielen undUebungen der alten Griechen entwerfe. Allein was könnte ichhierüber sagen, was man nicht in den Memoiren der Aka-demie der Inschriften fände, welche sie uns beschreibt bisauf die lacedämonischen Nahrungsmittel, womitdieSpartaner auserzogen und ihre Erziehung be-gonnen wurde?
„Ich will nmr bemerken, daß die physische Erziehung beifast allen europäischen Völkern vernachläßigt wird. Indessenbesteht kein Gesetz, das die Einrichtung einer Arena in denKollegien untersagte, aus welcher sich die Zöglinge einer ge-wissen Altersklasse im Ringen, Laufen und Springen übenkönnten; sie würden turnen, schwimmen, den Diskus werfen,Gewichte aufheben lernen u. s. w.
„Nun bestimme man auf dieser nach dem Muster dergriechischen eingerichteten Arena Preise für die Sieger,und es unterliegt keinem Zweifel, daß diese Preise den natür-lichen Geschmack, welchen die Jugend für diese Spiele hegt,
1) vs I'komme, Sect. III. Kap. XIII. S. 267.