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[2. Band.]
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befreien muß, um ihr Glück zu sichern. Diesem wahrhaftheidnischen Strciben weiht v. Holbach sein Leben.

Kaum aus dem Colleg geschieden, läßt ihn die geheimeVerwandtschaft, welche zwischen allen Söhne» derselbe» Mutterbesteht, die Gesellschaft der Literaten, Philosophen und Künst-ler, welche nicht weniger Heiden waren, als er, aussuchen.Sein Vermögen setzt ihn in Stand, sein Haus zum allge-meinen Stelldichein für die Schriftsteller von Profession undeine große Anzahl junger Männer zu machen, welche, wie er,die religiösen und politischen Tendenzen billigen und ermuthi-gen, deren traurige Verwirklichung die Revolution sein sollte.

Jeden Sonntag gibt der junge Baron, welchen der be-rühmte Galiani den obersten Haushofmeister derPhilosophie nannte, seinen Freunden ein Souper. Diesekostspieligen Bankette erinnern an jene des Sokrates zu Athen,des Ficin zu Florenz, des Callimachus zu Nom, Friedrich'szu Potsdam unD Voltaire's zu Ferney. Mit einer Zügel-lostgkeit, welche über Nichts erröthet, verhandelt man dortdie heiligsten Girundsätze der Religion und der Gesellschaft,verkehrt sie zum Lächerlichen und muntert sich auf, sie-inTrümmer zu lege'»; der Atheismus und das Heidenthum sindan der Tagesoridnung. Der junge v. Holbach zahlt dazuseinen Antheil, indem er nach der Reihe eine Menge von Ar-beiten veröffentlicht, die eine gottloser, als die andere. Wirwerden uns dararif beschränken, diejenigen von ihnen, welcheam Besten seine Philosophie und die Schule, wo er sie ge-lernt, darlegt, kurz zu analysiren; man begreift, daß wir vondem „System der Natur" sprechen wollen.

Dieses Buch, wie man deren viele im klassischen Alter-thum findet, wie im Mittelalter keines existirt, wie deren seitder Renaissance eine große Anzahl erschienen, ist die frechsteApotheose der Vernunft und des Fleisches.

Der Atheismus, der Materialismus, der Fatalismus,alle jene ungeheueren Irrthümer, welche die Renaissance, beiihrem Beginn, unter der Hülle der alten Philosophen wieder