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in die Welt brachte, welche Leo X. selbst auf dem lateranen-sischen Concil im Jahre 1512 mit so viel Energie brandmarkte,indem er erklärte, daß diese neue Philosophie bis inihre Wurzeln vergiftet sei: alle diese Irrthümer, syste-matisch vorgetragen, bilden das Buch v. Holbach's.
„Der Mensch," sagt er, „ist das Werk der Natur; erexistirt in der Natur, er ist ihren Gesetzen unterworfen, erkann sich nicht davon befreien, er kann, selbst in Gedanken,sie nicht verlassen. Für ein von der Natur gebildetes und be-grenztes Wesen existirt Nichts außerhalb des großenAll's, wovon er einen Theil ausmacht. Die Wesen, welcheman über der Natur oder verschieden von ihr annimmt, werdenstets Chimären sein."')
Auf die Verneinung der übernatürlichen Welt folgen, alseine logische Schlußfolge, der Fatalismus und der Materialis-mus. „Der Mensch," fährt v. Holbach fort, „füge sich ohneMurren in die Beschlüsse einer universalen Kraft,welche nicht umkehren, oder welche nie von den Regeln ab-weichen kann, die ihre Wesenheit ihr vorschreibt.... DerMensch ist ein rein physisches Wesen; der moralischeMensch ist nur das Physische Wesen in Bezug auf einige seinerHandlungsweisen betrachtet, die seiner persönlichen Organisa-tion zukommen.... Der Mensch verdankt seine Existenz einernothwendigen Bewegung der Materie, welche sich erzeugt,vermehrt und beschleunigt, ohne das Zuthun einer äußeren be-wegenden Kraft.... Die Erschaffung ist nur ein Wort....Der vollkommene Mensch ist derjenige, welcher die Gesetze derNatur befolgt/")
Diese empörenden Lehren sind übrigens nicht das, wasuns am Meisten erschreckt. Was uns zittern macht, ist derEinfluß der heidnischen Studien auf den Geist des jungen
1) 8^8teme äs In nature, Thl. l. Abschn. 1. Kap. 1. S. 1. Ausgabein 8. London 1770.
2) Ebendas. S. 2, 5, 24, 25.