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[2. Band.]
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Philosophen. Zür diese ungeheuerlichen Behauptungen bedarfes der Beweist. Wo wird v. Holbach sie suchen? In dereinzige» Welt, die er kennt, bei den alten Meistern, welcheer bewundert. Mit einem Sprung stürzt er sich in das klas-sische Alterthum, und kehrt zurück in Begleitung der Philo-sophen Griechenlands und Roms. Sodann ruft er in trium-phirendem Tone: „Fast alle alten Philosophen betrachten ein-hellig die Welt als ewig. Ocellus Lucanus sagt förmlich,da er von dem Weltall spricht: Es ist immer gewesenund es wird immer sein. Cicero fügt hinzu, daß dieVollkommenheit des Menschen in der Befolgungder Gesetze der Natur bestehe." ') Was habt ihr dar-aus zu sagen?

In der weiteren Ausführung seines Satzes über die Ewig-keit der Materie und die nothwendige Bewegung, das erzeu-gende Princip der Wesen, gelangt v. Holbach zu folgendemSchluß: „Also begnügen wir uns zu sagen, daß die Materieimmer existirt hat, daß sie sich bewegt in Folge ihrer innerenWesenheit, daß alle Erscheinungen in der Natur aus den ver-schiedenen Bewegungen der verschiedenen Materien entstehen,welche sie in sich einschließt und welche machen, daß sie sich,ähnlich dem Phönix, beständig aus ihrer Asche erneut."

Wie wird er diese neuen Irrthümer zur Geltung bringen?Indem er sie unter den unvermeidlichen Schutz seiner klassischenAutoren stellt.

„Der Dichter Manlius drückt diese Doctrin in folgendenschönen Versen aus: Alles, was unter der Herrschaft desPodes entstanden ist, verändert sich, die Gestalt der Erde so-

1) 8)-slLme äe la nalure, Thl. I. Abschn. 1. Kap. II. S. 27 undKap. I. S. 5. — Ilt auteln viitus nillii aiiuä guam in so psr-loetn et sä summum poräuotn natura. Oe logid. I. („so daßaber die Tugend nichts Anderes ist, als die in sich vollkommeneund auf die höchste Stufe der Vollendung gebrachte Natur.")

2) 8xstemc äs la nnturs, Thl. I. Abschn. 1. Kap. I. S. 31.