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„Christliche Völker, wenn das nicht euer Glaube ist, umso schlimmer für euch. Was ich euch lehre, ist die Lehre desgöttlichen Plato und seines Schülers Aristoteles, fast ebensogöttlich als sein Lehrer. Hört: Die Materie, sagt Plato,und die Nothwendigkeit find eins und dasselbe, und dieseNothwendigkeit ist die Mutter der Welt. 0 Anaxagoras, sagtman, wa: der Erste, der die Welt als erschaffen und voneinem geistigen Wesen regiert annahm. Aristoteles warf ihmvor, dieses geistige Wesen zur Hervorbringung der Dinge ge-braucht zr haben, wie einen Maschinen gott, das heißt,da ihm jegliches Bewußtsein dessen mangelte." ?)
Vernnnung der Freiheit, Verneinung der Seele, Vernei-nung der Tugend, Verneinung der Wunder, Verneinung derErbsünde, mit einem Worte allgemeine Verneinung der gött-lichen Ordnung, das sind die Schlüsse, welche v. Holbach ohneUmschweif aus seinen Lehrsätzen zieht, indem er sich beständigund ausschließlich auf die Autorität der heidnischen Autorenstützt.»)
Er gest noch weiter, er sucht diese ungeheueren Irrthümerzu rechtfertigen und den zerstörenden Einfluß der entgegenge-setzten Tugenden, zu beweisen.
Wenn er bei dieser unglücklichen Polemik nur wenig-stens einmal Luther, Calvin, Zwingst oder irgend einenReformator citirte, so wäre das ein Trost für Jene, welchebehaupten, die Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts seieine Tochter der Reformation; aber nein, v. Holbach hält sichunerbittlich an seine klassischen Autoren. Er will, man solles wissen, daß er keine andern Lehrer gehabt hat und keinenandern kennt. Er hat soeben die Unsterblichkeit der Seelevertheidigt und fügt hinzu: „Als das Dogma von der Un-sterblichkeit der Seele, welches von Plato's Schule ausgegan-gen war, sich bei den Griechen zu verbreiten anfing, verur-
1) Systems äs la NLture, Thl. I. Abschn. 1. Kap. IV u. V. S. 55.
2) Das. S. 68. - Das. S. 75 —149.
Gaume, Revolution, v.