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[2. Band.]
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Der Mangel an Raum erlaubt jedoch nicht, hier diesenBericht zu geben. Es genügt zu wissen, daß das Resultat

Wie Piron, gehört Diderot einer sehr christlichen Familie an.Er wurde im Alter von sieben oder acht Jahren zu den Jesuitennach Langres gebracht. Fünf Jahre später, also etwa in seinemzwölften Jahre, empfing er die Tonsur. Es scheint, Laß er umdiese Zeit in die Gesellschaft Jesu einzutreten gewillt war. Dennin einer Notiz der Frau von Vandenl, der Tochter Diderot's, liestman: „Zur Zeit, da mein Vater seine Studien machte und beiden Jesuiten eintreten wollte, fastete er, trug ein härenes Hemd undschlief auf Stroh; allein dieser Einfall, der ihm eines Morgens ge-kommen war, verschwand ebenso schnell." Trotz so vieler Beispieleder Tugend, im Colleg, in seiner Familie, that Diderot, wie Piron;er wurde ein Narr über den heidnischen Autoren. Seneca beson-ders war sein Lieblings-Autor; seine Tochter bezeugt, daß keinBuch existirt, welches den Namen dieses Philosophen trägt, das ernicht gelesen und wieder gelesen hätte. Dieses hartnäckige VorurtheilDiderot's für die Klassiker ward später sogar die Ursache, daß seinVater ihn verließ und ihm seine Unterstützung verweigerte, als derPhilosoph in Paris war. „Man wollte, daß er Advokat oderArzt wende," sagt Frau von Vandenl, „allein er antwortete, daßer Nicht s wenden wolle." Das heißt mit andern Worten Literat.Denen, welche dieses Vorurtheil Diderot's für die Heiden in Abredestellen wollten, genügt es zu sagen, daß seine Liebesbriefe anFräulein Volamt oft mit Namen von Gottheiten der Fabel über-laden waren. Noch mehr; Folgendes sagt seine Tochter, da sie vonden letzten Tragen seiner Krankheit spricht: „So brachte er dreiTage und dreii Nächte in einem sehr kaltblütigen und sehr vernünf-tigen Delirium zu; er sprach über die griechischen und latei-nischen Er abschriften, und übersetzte mir sie; er sprach überdie Tragödie, er rief sich die schönen Verse von Horaz und Vir-gil ins Gedächtniß zurück und sagte sie her."

Und weiter unten: „Abends empfing er seine Freunde; esentspann sich ein Gespräch über die Philosophie und über die ver-schiedenen Wege, zur Erkenntniß zu gelangen; der erste Schritt zurPhilosophie, sagte er, ist der Unglaube: das ist das letzteWort, das er in meiner Gegenwart sprach."