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bei Allen dasselbe, das heißt, daß das wissenschaftliche undmoralische Leben der Einen wie der Andern nur die Entfal-tung der Collegerziehung ist: wir meinen darunter nicht diedurch die Menschen, sondern die durch die Bücher gegebeneErziehung. Dieselbe Bewunderung für das Alterthum, dieselbeUnkenntniß und dieselbe Verachtung des Christenthums.
Einerseits, um Niemand zu zwingen, uns aufs Wort zuglauben, andererseits, um die letzten Fetzen des Schleiers,welche gewissen Augen die Genealogie des Voltairianismusnoch verbergen könnten, herabzureißen, wollen wir in einemschnell entworfenen Bilde alle Philosophen des achtzehntenJahrhunderts mit den heidnischen Autoren vergleichen. DerLeser wird über den Grad der zwischen ihnen bestehenden Ver-wandtschaft entscheiden.
Die religiöse und die sociale Ordnung sind die hauptsäch-lichsten Gegenstände der philosophischen Lehren des letztver-flofsenen Jahrhunderts. Wir sprechen weder von der Literatur,noch von den Künsten; es ist notorisch bekannt, daß in denAugen des Voltairianismus es weder Künste, noch eine Lite-ratur gibt, ausgenommen bei den Griechen und Römern, oderbei ihren Nachahmern seit der Renaissance.
In der religiösen Ordnung ist zu unterscheiden das Dogmaund die Moral. Was das Dogma betrifft, so leugnen Dide-rot, v. Holbach, Büffon, de Maillet, Robinet, Lamettrie unddie Andern die Erschaffung und lehren, daß die Welt alleindurch die Kräfte der Natur entstanden ist; daß das Wasserder Grund aller Dinge, daß die Welt das große Thier, dasgroße All ist, von dem alle Wesen ausgehen, um einst dahinzurückzukehren; daß diese Welt ewig ist.
Diese Weise, das Weltall durch die alleinigen Kräfte derNatur aufzubauen, ist nicht neu. Anaximander, Anaximenes,Thales und mehre Andere, in den klassischen Schriften desDiogenes, Laertes und Cicero erwähnte Philosophen bauten