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d'Argens, zuweilen auch Voltaire, verneinen ihre Existenz.Heute wiederholen sie die Lehren Epikur's, des Anaximenes,Anaxagoras und Xenophanes. 9 Morgen besinnen sie sicheines Andern und behaupten, daß sie eine Seele, halb Leibund halb Geist, besitzen; daß sie deren zwei und selbst dreivon verschiedener Art besitze». Warum nicht? Aristoteles hatihnen gesagt, daß er sich einer Seele zu erfreuen habe, welchezur Hälfte Leib, zur Hälfte Geist sei; Plato, daß er derendrei besitze, von denen die erste im Gehirn, die zweite in derBrust, die dritte unter dem Herzen wohne. D'Argens erkenntsich auch als Besitzer einer Seele, allein die seinige ist ganzklein, ganz fein, ganz Materie. Es ist die Seele Demokrit's,die nichts Anderes war, als ein kleines, ganz rundes undwie eine Feder leichtes Kngelchen.
Diderot für seinen Theil setzt einen Stolz in die Nach-ahmung und erblickt in sich selbst eine Gott-Seele, einen Aus-fluß von Gott, ein Theilchen Gottes. Er hat eben seine Klas-siker wieder gelesen und gefunden, daß solches die Seele desPythagoras war , des Plato, Aristoteles, Seneca, Epiktet,Virgil, die er amswendig weiß.
Robinet, deer in derselben Schule studirt, zählt ebensoviele Seelen, alls Kohlköpfe und Rüben in seinem Garten;er findet deren in der Sonne, im Monde, in der Erde, inden Kieseln und selbst in seinem Stahl, der genau den Augen-blick kennt, wo er Feuer schlagen soll. Thales hat ihm ebenUnterricht ertheil.
Ist die Seele sterblich? Mit Lukrez und Epikur ant-worten Helvetius, Fröret, Lamettrie und Voltaire: Jal^)
1) Os nat. äsor. lib. I. bir. 34.
2) Cicero, l^uscul. I4r. 34. Laxle, Art. ^.verrliois. n. L.
3) Cicero, ebendas. Nr. 37, Plato, klacit. ptiil. lid. 4V.
4) Exposition äs la äoclrine ctes snciens etc.
5) Dio§. Caert., Vil. ptril.
6) Cicero, c>e ünib. lid. I. I4r. 75-