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[2. Band.]
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Diderot protestirt und will nicht gänzlich sterben. „Ich warHund," sagt er, „ich war Katze, ich war Mensch. Warumkönnte ich nicht eines Tages im Habit eines Kapuziners oderunter dem Schleier einer Nonne wiederkommen?" Ehren-volle Meldung für Diderot, der seinen Virgil und seinen Dio-genes Laertius gut studirt hat! Er hat darin gefunden, daßPythagoras zuerst Athalides, der Sohn Merkur's, war; so-dann Euphorbas, der in der Belagerung von Troja verwundetwurde; weiter Hermotimus; ferner ein armer Fischer, mit Na-men Pyrrhus; endlich, nach seinem fünfte» Tod, ein Philo-soph mit Namen Pythagoras, seine übrigen Todesfälle nichtzu rechne», nach welchen er auch bald als Hund, bald alsKatze und besonders als Bohne wiedererstand. ')

Gehen wir vom Dogma auf die Moral über. Gibt esetwas moralisch Gutes und etwas moralisch Böses? SindTugenden und Laster nur leere Worte, oder existiren fte wirk-lich? Ueber diesen Punkt sind Diderot, Fröret, Lamettrie,Voltaire, v. Holbach weder unter sich, noch mit den Anderneinig. Wundern wir uns darüber nicht! Die Schüler erhebensich nicht über die Lehrer. Sokrates, Plato, Pythagoras undZeno sagen ja; Pyrrho, Aristippus, Strato und Epikur sagennein. 2)

Nehmen wir die Existenz der Tugend an und fragen wirdie Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts, worin bestehtihre Natur? In dem Nutzen, antworten Raynal, Helve-tius und viele Andere. Alles reducirt sich auf das Privat-oder das öffentliche Jnterresse. Das ist die reine Lehre desAristippus, der zu seinen Schülern sagt: Der Weise thutNichts, außer für sich selbst; Cicero's, der hinzufügt:

1) viox. 1,-rert., lid. VIII.

2) Ebendas. lib. II, La^ls, Art. k^rrlron: Lxxosit. äs Irr äset.äes anc., Art. 12, 16, 25,