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genden sind daher das Werk der Gesetze und nicht der Reli-gion." *) Als im Jahre 1793 die Schüler des Helvetius nurgesetzliche Tugenden anerkannten, setzten sie das Priesterthumdes Henkers ein.

Die Ehescheidung: Die Augen unbeweglich aus die großenGesetzgeber Sparta's und Athens geheftet, preisen die Philo-sophen des achtzehnten Jahrhunderts ein neues Mittel an,die christlichen Gesellschaften zu regeneriren: es ist die imAlterthume so bekannte Ehescheidung. Sie sagen: „Zwei Gattenlieben sich nicht mehr, warum sie verurtheilen, miteinander zuleben? Die Ehescheidung ist eine Folge der Gesetze über dieVerträge.... Indem man sie verbietet, verschuldet man dasUnglück der Personen, welche nicht zusammen leben können,und nöthigt sie oft zu den größten Verbrechen." ?)

Die Courtisanen: Der erste Apostel dieses Regierungs-mittels in der neueren Zeit, ist Voltaire; in seinem Diseonrssur lo donlrsnr ruft er aus:

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„Man schlage die Geschichte nach," fügt sein Freund Hel-vetins bei, „und man wird sehen, daß in allen Ländern, wogewisse Tugenden durch die Hoffnung auf sinnlicheFreu-den ermuthigt wurden, diese Tugenden die allgemeinsten warenund das meiste Aufsehen erregten. Die Freuden der Liebe,wie Plutarch und Plato bemerken, sind am Geeignetsten, dieSeele der Völker zu erheben und die würdigste Belohnungder Helden... Man erinnere sich an jene feierlichen Feste,da die schönen jungen Lacedämonierinnen halbnackt und tan-

1) Ds I'Uomms, §. 7. Kap. III.

2) Helvetius Oe 1'Uomine, Thl. H. S. 226; Principes äe In xkil.nnt. Kap. XVII.

3) „Die Natur, bedacht unsere Wünsche zu erfüllen, ruft euch zu ihremGott durch den Netz der Freuden."