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[2. Band.]
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sehen, Sire, erwiederte der Spaßmacher, es ist eine Redeauf griechische Manier. Wirklich fängt der Redner an:Die Griechen und die Römer n. s. w. Der Königkonnte sich nicht enthalten, zu lachen, und der verwirrte Pre-diger empfand während seiner ganzen Rede diesen Scherz." ')

So haben die Philosophie, die Künste, die Wissenschaften,die Theater, die Ideen, die Sitten, der allgemeine Geist,dieses ganze Jahrhundert einen ausgesprochenen Anstrich vonPaganismus. „kauern et circenses, Brod und Belustigungen,"ruft ein Augenzeuge aus, „war die Devise des römischen Vol-kes, und ist die Devise des französischen Volkes." Deut-licher »och drückt sich einer der Erzieher dieses Jahrhundertsaus, welcher nicht umhin konnte, die Thatsache zu erkennenund deren Ursache zu bezeichnen.

„Unsere Erziehung ist ganz heidnisch," ruft derk. Grou von der Gesellschaft Jesu schmerzlich aus. „Mangibt den Kindern, in den Kollegien und in den Häusern, nurDichter, Redner und profane Geschichten zu lesen.... Ichweiß nicht, welche confuse Mischung sich in ihren Köpfen bil-det aus den Wahrheiten des Christenthums und den Abge-schmacktheiten -er Fabel, aus den wahren Wundern unsererReligion und den von den Dichtern erzählten lächerlichen Wun-dern, besonders aber aus der Moral des Evangeliums undder menschlichen und ganz sinnlichen Moral der Heiden. Ichzweifle nicht, daß die Lectüre der Alten, seien es Dichteroder Philosophen, dazu beigetragen hat, diese große An-zahl von Ungläubigen zu bilden, die seit der Re-naissance zu bemerken ist....

„Dieser in der öffentlichen und der Privaterziehung an-genommene Geschmack am Paganismus verbreitet sich in derFolge in der Gesellschaft.... Wir sind keine Götzendiener, esist wahr, allein wir sind nur äußerlich Christen, wennes noch die heutigen Literaten zum größeren Theil

1) Nein. ete. Thl. II. S. 47.

2) Ebendas. Thl. IV. S. 15.