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[2. Band.]
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Viertes Kapitel.

Geschichte der christlichen Politik.

(Fortsetzung.)

Fortdauernde Gültigkeit des Pontificalrechts — AbsetzungHeinrich'«! Vltl. — Bulle Paul's III. — Absetzung der KöniginElisabeth — Bulle Pins V. — Betrachtungen — Worte Coque-rel's — des Louis Blaue — Dilemma — Sociale Resultateder christlichen Politik und des Cäsarismus.

Die Völker und Könige können ihre Ideen verändern,die Nationen neue Regierungssormen annehmen, allein dasRecht bleibt stets unveränderlich. Mitten im sechzehnten Jahr-hundert trifft ein aus derselben Autorität begründeter Acht-und Absetzungsspruch ein Staatsoberhaupt, nicht minder hassens-werth als Friedrich. Ein Tyrann, dessen Sitten an die desHeliogabal erinnern und dessen Grausamkeit der des Caligulagleicht, Heinrich VIII., räumt allen Verbrechen auf dem eng-lischen Throne Sitz ein und besudelt die Insel der Hei-ligen durch die Plünderung der Klöster, die Zerstörung derKirchen, die Entweihung der Gräber und die Hinrichtung von72,000 Katholiken.

Da gelangt die Kunde von solch' unerhörten Schändlich-keiten zu dem Vater der großen europäischen Familie. Der-selbe warnt, tadelt, beschwört — Alles umsonst. Jetzt gedenkter seines Amtes und Rechtes, entsetzt das gekrönte Ungeheuerdes Thrones, entbindet England der Verpflichtung, sich seinenLaunen und seiner Willkür zu fügen, und rettet, soweit diesbei ihm steht, das Schiff von dem Abgrunde, an den es seinstrafwürdiger Steuermann bringt. „Derjenige," sagt Paul III.,„der von seiner unbeweglichen Ewigkeit durch seine Fürsehungallen Geschöpfen die Bewegung verleiht, die wir an ihnen