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[2. Band.]
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„Nun aber hat diese Macht, welche, obgleich dem Menschenverliehen und von dem Menschen ausgeübt, doch keine mensch-liche, sondern eine göttliche ist, Petrus aus dem Munde Gottesselbst empfangen, und Derjenige, den er bekannte, hat sie fürihn und seine Nachfolger unerschütterlich, wie den Felsen, ge-macht. Denn der Herr hat zu ihm gesprochen: Alles, wasdu binden wirst rc. Jeder also, welcher dieser so von Gottverordneten Macht widersteht, widerstrebt der Anordnung Gottesselbst, er müßte denn, wie der Manichäer, zweiPrincipien ersinnen, was wir für einen Irrthum undeine Ketzerei halten. Auch Moses bezeugt, daß Gott in xrln-eipio und nicht in prineixiis (im Anfange und nicht in denAnsängen) Himmel und Erde geschaffen hat.

„Auf diese Weise muß also jedes menschliche Ge-schöpf dem souveränen Papste unterworfen seinund wir erklären, behaupten, bestimmen und ver-künden, daß diese Unterwürfigkeit für das See-lenheil unbedingt erforderlich ist."')

Diese Principiendarlegung war gleichsam das Vermächt-niß des wüthigen Papstes, der bald nachher starb. Niemalsvielleicht ist Europa eine deutlichere und feierlichere Verwahrungertheilt worden, um es an den von seinen Vätern eingeschla-genen Weg und an die Gefahren der neuen Bahn, die es un-besonnen betrat, zu erinnern. Diese neue Bahn war die desCäsarismus, welcher, da er die sociale Oberaufsicht desPapstthums verwarf, die Aera der Revolutionen eröffnen sollte

1) Lorro 8ude8ss romano xontiilei omnein liuinananr ersatursmilselaramus, lliciinus, «lellnlmus st xionuntismu8, omnino s88e,äs nsee88itLts 8sluti8. — Lulln (tobmaties Lonilaeli i>p. VIII.n Oleinenie V. eonllrinstn, et in eorxus jui'is ennoniei in8srts —Lull. roin. Lonil. VIII.

Diese Bulle sagt eigentlich nichts Neues; die Lehre, sie sie ent-hält, finden wir schon durch das Decretale Novit., Jnrocenz' III.ins kanonische Recht aufgenommen.