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und, nachdem er die Suprematie der Gewalt geheiligt, dieOberaufsicht des Dolches als zu Recht bestehend einführte.Dahin aber ist es mit uns gekommen.
Wir wollen, bis wir näher darauf eingehen, wie Europabei diesen äußersten Grenzen der Barbarei anlangen konnte,als Beweis für diese unsere Behauptung die jüngste Bulle desPapstes der modernen Volksbeglücker mittheilen. Im Junides verflossenen Jahres, des 1856sten der christlichen Zeitrech-nung, richtete Mazzini an die Socialisten nachstehende Pro«clamation, welche sein officielles Organ in Piemont, die„Jtalia e Popolo" „ mittheilte. Nachdem er von dem Mangeldes Rechtsschutzes und von der Unterdrückung der euro-päischen Völker und Regierungen gesprochen und sie vor Gottund den Menschen für die wie Blitze durch die dichte Finster-niß leuchtenden Dolchstöße verantwortlich gemacht hat, fährter fort:
„Wenn ein Mann des Volkes aufsteht und am hellenTage einen Judas auf öffentlicher Straße erdolcht, so fühleich nicht den Muth in mir, den Stein auf den Mann zuschleudern, welcher es übernimmt, die von der Tyrannei an-gefeindete sociale Gerechtigkeit zu vertreten. Und ich befürchtevon Seiten aller ehrbaren Leute keine falsche Deutung meinerWorte, wenn ich hinzufüge, daß es im Leben und in derGeschichte der Nationen ausnahmsweise Momente gibt, aufwelche die gewöhnlichen Urtheile der Menschen keine Anwen-dung finden und welche nur die Anregungen des Gewissensund Gottes als zulässig erscheinen lassen.
„Der Dolch, den Harmodius mit Rosen bekränzte, wareine heilige Waffe; heilig der Dolch des Brutus; heilig dasStilet des Sicilianers, welcher das Signal zu der siciliani-schen Vesper gab; heilig die Keule Wilhelm Tell's. Wannin einem Lande, wo jede Gerechtigkeit erstorben ist, wo einTyrann durch den Schrecken das Gewissen einer Nation unter-drückt und Gott verleugnet, der seine Freiheit will, ein Mann,frei vom Hasse und jeder niedrigen Leidenschaft, blos durch die
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